Christkindl heuer nicht in Spendierlaune

11. November 2008, 11:26
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Der Wettlauf um das Weihnachtsgeschäft hat begonnen, die Vorfreude bei den Händlern fällt sehr verhalten aus, wird doch deutliche Konsumzurückhaltung befürchtet

Wien - Der Wettlauf um das Weihnachtsgeschäft hat begonnen. Die ersten Christkindl-Märkte sperren auf, die Weihnachtsdekoration hängt bereits in den Einkaufsstraßen. Die Vorfreude bei den Händlern fällt aber heuer sehr verhalten aus. Wie eine Umfrage von RegioPlan zeigt, soll das Weihnachtsgeschäft 2008 ein nominelles Umsatzplus von 1 Prozent bringen. Real ist das freilich ein Minus.

2007 ging der Umsatz im Weihnachtsgeschäft mit rund 1,43 Mrd. Euro ebenfalls nicht über das Niveau des Vorjahres hinaus. Damit sind seit mehr als 10 Jahren die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in Österreich kaum gestiegen.

Konsumzurückhaltung

"Durch die Wirtschaftskrise als Folge der globalen Finanzkrise und die Häufung schlechter Nachrichten in den letzten Monaten, wird es zu einer Konsumzurückhaltung kommen", kommentierte Wolfgang Richter, Geschäftsführer von RegioPlan, die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft. Zusätzliche Konkurrenz bekommt der stationäre Handel zunehmend auch durch den Internet-Handel.

Im Trend liegen Geschenke, die Wünsche und Emotionen bedienen. Gebrauchsgegenstände sind dagegen out, zeigt die Umfrage. Weiter fortsetzen werde sich auch der Trend Richtung Freizeit- und Wellnessgeschenken. Bei Teenagern und jungen Erwachsenen seien neben den neuesten technischen Errungenschaften auch Geldgeschenke oder Sparbücher angesagt.

Der Weihnachtsumsatz ist jener Umsatz, der im Dezember über dem Umsatz eines Durchschnittmonats liegt. (APA)

 

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    Der Handel geht heuer von eher tristen Aussichten aus.

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