Bertelsmann kämpft mit Einbußen

11. November 2008, 10:50
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Europas größter Medienkonzern Bertelsmann kämpft mit Umsatz- und Ergebniseinbußen

In den ersten neun Monaten dieses Jahres sank der Umsatz des Familienunternehmens um 0,7 Prozent auf 11,4 Mrd. Euro. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Operating EBIT) verminderte sich um zehn Prozent auf 926 Mio. Euro, wie das Unternehmen in seinem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht mitteilte.

Der Konzerngewinn wurde dagegen mit 387 Mio. Euro nahezu verdreifacht. Ausschlaggebend dafür war aber nicht das aktuelle Geschäft, sondern der Wegfall von Einmalbelastungen. Im Vorjahr hatten zahlreich Sondereffekte - wie Vergleichszahlungen im Streit um die Musiktauschbörse Napster und eine Kartellstrafe für den RTL-Werbevermarkter IP - das Ergebnis des Medienriesen deutlich beeinträchtigt.

Ungeachtet der durchwachsenen Zahlen zeigte sich Bertelsmann-Finanzvorstand Thomas Rabe optimistisch für die weitere Entwicklung des Medienkonzerns. "Bertelsmann ist strategisch gut aufgestellt und finanziell solide, was in der aktuell schwierigen Wirtschaftslage einen Wettbewerbsvorteil darstellt", meinte der Manager. Das Geschäft des Konzerns biete außerdem eine gute Risikostreuung.

Für das Gesamtjahr erwartet Bertelsmann bei seinen fortgeführten Aktivitäten einen Umsatz leicht über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Das Operating EBIT werde angesichts der gedämpften Konjunkturaussichten jedoch fünf bis zehn Prozent unter Vorjahr liegen. Der Konzerngewinn soll dagegen aufgrund des Wegfalls von Sondereinflüssen und eines geringeren Steueraufwands deutlich höher ausfallen. (APA)

 

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