Linux in weniger als 3 Sekunden gestartet

11. November 2008, 11:09
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"Warp!!2" als neue Schnellstarttechnik für Embedded-Linux vom japanischen Entwickler Lineo vorgestellt

Der japanische Entwickler Lineo, Spezialist für Embedded-Linux, hat mit "Warp!!2" eine neue Schnellstarttechnologie vorgestellt. Diese ermöglicht es, dass ein Linux-System in rund 3 Sekunden hochgefahren und einsatzbereit ist.

Von 31 auf 3

"Warp" ermöglicht es AnwenderInnen ihr Linux-System, das durchschnittlich in 31 Sekunden einsatzbereit ist, in drei Sekunden zu Starten. Die Schnellstartlösung umgeht den eigentlichen Bootvorgang und lädt einen zuvor abgespeicherten Snapshot aus dem Flash-Speicher nach.

Weniger Speicher

Die EntwicklerInnen haben im Vergleich zur Vorgänger-Version bei "Warp 2" einige wesentliche Verbesserungen integriert. So soll die neue Version der Schnellstartlösung mit deutlich weniger Speicher auskommen. Außerdem können nun auch die Snapshots komprimiert werden. In einem Video auf der Webseite zeigen die EntwicklerInnen das System und demonstrieren die Geschwindigkeit. 

Mehrere Snapshots

Auf dem eingesetzten System, einem Armadillo-500, werden 19 statt zuvor 32 MB Speicher für einen Snapshot benötigt.  Es können nun auch mehrere Snapshots angelegt werden, um so verschiedene Systemzustände zu starten. Ein normaler Start dauert 31,11 Sekunden, mit einem unkomprimierten Warp-Image von 18,3 MB ist das Linux-System bereits nach 2,97 Sekunden einsatzbereit.

Hardware

Laut EntwicklerInnenangaben werden hardwareseitig die ARM-CPUs Cortex-A8, ARM11 und ARM9, die SuperH-Chips SH-4, SH-4A und SH-4AL, der PowerQUICC II Pro sowie in Kürze auch der MIPS32R2 unterstützt. Der Öffentlichkeit will Lineo sein "Warp 2" auf der Konferenz Embedded Technology 2008 in Pacifico Yokohama, die vom 19. bis 21. November 2008 stattfindet, erstmals näher präsentieren.(red)

 

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    Booten in Rekordzeit: 3 Sekunden und Linux läuft, so die EntwicklerInnen von Lineos "Warp".

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