Sudan schafft eine Kommission für humanitäres Völkerrecht

28. Februar 2003, 18:49
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Rotes Kreuz spricht von "entscheidendem Schritt"

Khartum - Der Sudan schafft eine nationale Kommission für humanitäres Völkerrecht. Ihre Aufgabe wird es sein, die Regierung bei der Ausarbeitung von Gesetzen und Verwaltungsrichtlinien zu beraten.

Der sudanesische Präsident Omar el Bashir habe im Februar ein Dekret unterzeichnet, mit dem die Kommission gegründet worden sei, schreibt das Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in einem Kommuniqué. "Es handelt sich um einen entscheidenden Schritt bei der Umsetzung des humanitären Völkerrechts in Sudan."

Die Kommission werde der Regierung helfen, das humanitäre Völkerrecht umzusetzen. Außerdem sollten im Sudan Gesetze erlassen werden, die Kriegsgefangenen, verletzten und kranken Soldaten sowie Zivilisten ihre Rechte garantieren.

Im Sudan, dem flächenmäßig größten Staat Afrikas, herrscht seit 20 Jahren Bürgerkrieg. Dabei kämpft der christlich-animistische Süden gegen die Dominanz des streng islamischen Regimes in Khartum. Rund zwei Millionen Menschen kamen bisher ums Leben. Die Friedensverhandlungen zwischen der Sudanischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) und der Regierung verlaufen äußerst zäh. (APA/sda)

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