tele.ring: Rosa Speckmännchen "herabwürdigend und sittenwidrig"

28. Februar 2003, 17:25
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T-Mobile erwirkt einstweilige Verfügung - tele.ring muss einige Passagen in der "Weg mit dem Speck"-Kampagne ändern - Werbelinie bleibt

Die T-Mobile Austria hat gegen die tele.ring wegen der Werbekampagne unter dem Motto "Der Speck muss weg" eine einstweilige Verfügung vor dem Handelsgericht Wien erwirkt, sagte T-Mobile Austria-Prokurist und Leiter der Rechtsabteilung, Klaus Steinmaurer, am Freitag Nachmittag zur APA. Grundsätzlich sei "nichts gegen vergleichende und witzige Werbung" einzuwenden, aber die tele.ring-Kampagne sei "herabwürdigend und sittenwidrig".

"Eindeutiger Angriff auf T-Mobile"

In den von der Werbeagentur Dirnberger De Felice gestalteten tele.ring-Spots "Der Speck muss weg" werde dem Seher durch ein Männchen, das in der T-Mobile-Farbe Magenta gekleidet ist, suggeriert, dass sich T-Mobile die Kosten für das Fußball-Bundesliga-Sponsoring vom Kunden hereinhole. Dies sei ein "eindeutiger Angriff auf T-Mobile", der "ein gewisses Level unterschreitet". Laut der nun erwirkten einstweiligen Verfügung dürfe tele.ring ab sofort die Spots weder im Fernsehen noch im Radio in der bisherigen Form weiter zeigen.

"Nicht genügend Humor

tele.ring werde die entsprechenden Passagen ändern, aber nicht die gesamte Werbelinie, sagte tele.ring-Sprecher Walter Sattlberger zur APA: "Jetzt sind die Juristen am Werk". tele.ring wolle bewusst mit seiner Werbung auffallen, "aber einige Leute haben dafür nicht genügend Humor", meint Sattlberger. (APA)

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