RWE auf Kurs

11. November 2008, 10:13
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Der Essener Energiekonzern konnte hat in den ersten neun Monaten dank Zuwächsen aus der Stromerzeugung seinen Umsatz und Gewinn über Erwartungen steigern

Düsseldorf - Der Essener Energiekonzern RWE hat in den ersten neun Monaten dank Zuwächsen aus der Stromerzeugung seinen Umsatz und Gewinn über die Markterwartungen hinaus gesteigert. Die Erlöse seien um knapp 14 Prozent auf 34,4 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das betriebliche Ergebnis sei um 5,1 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro verbessert worden. Befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 33,8 Mrd. Euro gerechnet und das betriebliche Ergebnis auf 5,38 Mrd. Euro beziffert. RWE bekräftigte seine Prognose, wonach das betriebliche Ergebnis im Gesamtjahr mindestens das Vorjahresniveau erreichen soll.

Nach den im Frühjahr vorgenommenen Abschreibungen auf die US-Wassertochter American Water ging zwar der Nettogewinn von Jänner bis Ende September um 22 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro zurück. Doch auch hier hatten die Experten RWE mit einem Wert von 1,9 Mrd. Euro weniger zugetraut. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis verbesserte RWE um 20 Prozent auf rund drei Mrd. Euro. RWE kündigte zudem an, dass der Umsatz 2008 um mehr als zehn Prozent steigen soll, nachdem der Konzern zuvor ein Plus von fünf bis zehn Prozent angepeilt hatte.

Die Zuwächse in den ersten neun Monaten verdankte der Versorger vor allem seiner Kraftwerkstochter RWE Power, die ihr betriebliches Ergebnis um gut 22 Prozent steigerte. Dabei kam dem Unternehmen die Produktion aus dem Atomkraftwerk Biblis zu Gute, das im Vorjahreszeitraum wegen Reparaturarbeiten stillstand. Die noch im ersten Halbjahr schwache Strom- und Gashandelstochter konnte im dritten Quartal zulegen.

RWE bekräftigte, von der Finanzkrise nur begrenzt betroffen zu sein. Der Konzern verfüge über eine hohe Bonität und bis Ende 2011 nur über einen Refinanzierungsbedarf von 1,2 Mrd. Euro. "Wir können alle Investitionen solide finanzieren", sagte Konzernchef Jürgen Großmann. (APA)

 

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