Betriebsräte sehen Existenz von Qimonda gefährdet

11. November 2008, 09:25
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Schreiben an Belegschaft: Ausmaß der Probleme bedroht Existenz des Unternehmens

Die Krise beim verlustreichen Chipkonzern Qimonda spitzt sich nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" zu. In einem internen Papier warnten führende Betriebsräte vor dem Aus der Infineon-Tochter mit 13.000 Mitarbeitern, berichtet das Blatt (Dienstag). Das Ausmaß der Probleme bedrohe die Existenz des Unternehmens, heiße es in einem Schreiben an die Belegschaft, das der Zeitung vorliege. Ein Qimonda-Sprecher habe der Darstellung der Arbeitnehmerfunktionäre nicht widersprochen. Ihn zitiert die "SZ" mit den Worten: "Die Situation ist sehr ernst."

Harter Preiskampf

Die ohnehin prekäre Lage des Unternehmens mit bedeutenden Standorten in Dresden und München habe sich seit dem Sommer nochmals verschlechtert, verlautete laut "SZ" aus Konzernkreisen. Das Qimonda-Management hoffe zwar in den nächsten Wochen auf ein Ende der Branchenkrise. Bleibe der Preiskampf aber so hart wie in den vergangenen Monaten, müsse der Konzern mit dem Schlimmsten rechnen.

Massiver Stellenabbau

Zuvor hatte Qimonda schon angekündigt, sich von gut einem Fünftel ihrer Beschäftigten zu trennen. Bis zum Sommer nächsten Jahres sollten demnach 3.000 von 14.000 Stellen weltweit wegfallen. In Österreich ist Infineon mit einem Werk in Villach in Kärnten vertreten. (APA/dpa)

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