US-Raumsonde stirbt den Kältetod

11. November 2008, 06:25
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"Phoenix" sendete seine letzten Daten vom Mars am 2. November - NASA beendet Mission - Sonde funktionierte wesentlich länger als geplant

Washington - Die Mars-Sonde "Phoenix", die seit Mai zum Teil sensationelle Forschungsergebnisse von der Marsoberfläche lieferte, ist den erwarteten Kältetod gestorben. Wie die US-Weltraumbehörde NASA mitteilte, habe die am Marspol stationierte Sonde ihre letzten Daten am 2. November gesendet. "Phoenix hat nach fünfmonatiger erfolgreicher Operation ihre Arbeit eingestellt."

Winter beginnt

In dem beginnenden eisigen Winter auf dem Mars gebe es nicht mehr genügend Sonnenschein, um die Sonde weiterhin mit genügend Solarenergie zu versorgen. Es handle sich aber um kein "trauriges Begräbnis", hieß es bei der NASA. Ohnehin habe "Phoenix" schon wesentlich länger funktioniert als geplant: Eigentlich hätte die Sonde lediglich drei Monate arbeiten sollen, doch daraus seien fünf Monate geworden.

"Phoenix" hatte bei seinen Bohrungen im Eisboden des Marspols erstmals Spuren von Wasser auf dem Roten Planeten nachgewiesen. Wasser gilt in der Wissenschaft als Voraussetzung für jede Form einfachsten Lebens. Außerdem konnte die Sonde im Marsboden giftiges Perchlorat-Salz nachweisen. Die Entdeckung des Giftes verringere allerdings die Chancen, tatsächlich auf dem Mars Leben zu stoßen, hieß es. "Phoenix" war am 26. Mai nach einer 680 Millionen Kilometer langen Reise auf dem Mars gelandet. (APA/red)

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    "Phoenix" ist nicht mehr erreichbar, die NASA beendet die Mission

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    Eine der letzten Aufnahmen der Sonde vom 28. Oktober 2008 zeigt Grabungsspuren im Marssand. Fünf Tage später stellt "Phoenix" seinen Dienst ein.

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