Lage nach Wahlen spitzt sich zu

18. November 2008, 07:00
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Ortega-Anhänger blockieren Straßen - Große Kundgebungen für Dienstag angekündigt

Managua - In Nicaragua hat sich die Lage am Montag weiter zugespitzt. Die Anhänger des sandinistischen Präsidenten Daniel Ortega, die den Sieg bei den Kommunalwahlen vom 9. November für sich reklamieren, blockierten für mehrere Stunden wichtige Straßen, um die Bewegungsfreiheit des Oppositionspolitikers Eduardo Montealegre einzuschränken. Dieser und einige andere Politiker wurden gezwungen, in einer Kirche Zuflucht zu suchen. Für diesen Dienstag haben beide Lager große Kundgebungen in Managua angekündigt.

Montealegre hatte Diplomaten eingeladen, um ihnen Daten zu dem von ihm unterstellten Wahlbetrug der Sandinisten vorzutragen. Nach Angaben der von Ortega dominierten Wahlkommission hatten die Sandinisten in rund 100 von 146 Gemeinden die Bürgermeisterwahlen für sich entschieden, darunter der frühere Boxchampion Alexis Argüello, der angeblich in Managua Montealegre besiegte.

Bereits seit einer Woche kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen in dem verarmten mittelamerikanischen Land, die in der Regel von den "Räten der Bürgermacht" Ortegas provoziert werden, um die Opposition einzuschüchtern. Ortega selbst hat sich am Wahlabend zuletzt öffentlich geäußert. Bisher wurden mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt. (APA/dpa)

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    Polizei geht bei Zusammenstößen in Leon City am Sonntag gegen einen Anhänger der oppositionellen Liberalen Partei vor.

  • Die Anhänger des sandinistischen Präsidenten Daniel Ortega 
blockierten am Monatag für mehrere Stunden wichtige Straßen, um die
Bewegungsfreiheit des Oppositionspolitikers Eduardo Montealegre
einzuschränken.
    foto: epa/mario lopez

    Die Anhänger des sandinistischen Präsidenten Daniel Ortega  blockierten am Monatag für mehrere Stunden wichtige Straßen, um die Bewegungsfreiheit des Oppositionspolitikers Eduardo Montealegre einzuschränken.

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