Deutsche Redakteure erhalten mehr Gehalt

10. November 2008, 20:49
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Neuer Tarifvertrag mit Volumen von 4,6 Prozent - Laufzeit 24 Monate

Hamburg - Nach mehr als drei Monaten Verhandlungen haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 14.000 Redakteure bei Tageszeitungen geeinigt. Der Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten sieht ab November 2008 eine Erhöhung um 2,4 Prozent und eine Einmalzahlung von 0,6 Prozent vor, wie der Bundesverband Deutscher Zeitschriftenverleger (BDZV) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) am Montagabend mitteilten. Am 1. Oktober 2009 gibt es eine weitere Erhöhung um 1,6 Prozent. Die Laufzeit endet am 31. Juli 2010.

An den Verhandlungen nahm auch die Gewerkschaft ver.di teil. Der Manteltarifvertrag wurde bis zum 31. Dezember 2010 verlängert. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass während der Laufzeit des Gehaltstarifvertrags keine Kündigung der Altersversorgung durch die Verleger möglich ist. Demnächst sollen Verhandlungen über die Einbeziehung der Onlineredakteure in den Tarifvertrag aufgenommen werden, außerdem soll es Verhandlungen über die Umsetzung des Tarifabschlusses für die arbeitnehmerähnlichen Freien geben.

"Gerade noch vertretbar"

Der Verhandlungsführer der Zeitungsverleger, Werner Hundhausen, sagte, der Abschluss sei angesichts der wirtschaftlichen Situation der Verlage im Volumen "gerade noch vertretbar". Die Zeitungsverleger hätten jedoch Planungssicherheit sowohl für die Arbeitgeber wie für die Journalisten schaffen wollen.

DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff sagte, das Verhandlungsergebnis bleibe weit hinter den Forderungen der Gewerkschaft zurück: "Mehr war angesichts der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise nicht zu erreichen." Der Erhalt des Flächentarifvertrags rechtfertige die Annahme des Verhandlungsergebnisses. "Die Alternative wäre ein tarifloser Zustand gewesen." (APA/AP)

 

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