Rotes Kreuz verteilt Lebensmittel an 17.000 Menschen

10. November 2008, 19:48
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Steinmeier stellt Reparatur des Flughafens von Goma in Aussicht

Jerusalem - Das Internationale Komitee Rote Kreuz hat nach eigenen Angaben bereits Lebensmittel an mehr als 17.000 Flüchtlinge in der kongolesischen Krisenregion Nord-Kivu verteilt. Seit dem 9. November seien zwischen den Orten Nyamilima und Ishasha im Osten der Demokratischen Republik Kongo rund 208 Tonnen Nahrungsmittel ausgegeben worden, teilte die Hilfsorganisation am Montag mit. Die vom Roten Kreuz versorgte Region liegt nordöstlich der von Rebellen bedrohten Stadt Goma, in die in den vergangenen Wochen tausende Menschen vor den Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen geflohen waren.

Das IKRK ist nach eigenen Angaben mit dem nationalen Rot-Kreuz-Ableger derzeit die einzige Hilfsorganisation, die Flüchtlinge dort mit Lebensmitteln versorgt. Das Welternährungsprogramm musste in der vergangenen Woche das Verteilen von Lebensmitteln nahe der Stadt Rutshuru abbrechen, nachdem in unmittelbarer Nähe Kämpfe ausgebrochen waren. Am Sonntag nahm das IKRK nach eigenen Angaben die Lebensmittelverteilung an rund 25.000 Menschen in der Region Kibaiti nordöstlich von Goma wieder auf.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat unterdessen der Demokratischen Republik Kongo die Reparatur eines strategisch wichtigen Flughafens in Aussicht gestellt. Er könne sich ein deutsches oder auch europäisches Projekt zur Wiederherstellung der Lande- und Startbahn des Flughafens in Goma im umkämpften Osten Kongos vorstellen, sagte der Außenminister am Montag nach EU-Beratungen in Brüssel. Nach einer ersten Schätzung koste dies sieben Millionen Euro. (APA)

 

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