Treichl-Stürgkh zu Elmayer: "Ball braucht neuen Schwung"

10. November 2008, 19:16
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Keine "Erbpacht" - 2009 betreuen die Grazer Edgar und Phillip Kummer die Opernball-Eröffnung

Wien - Dass Thomas Schäfer-Elmayer sich am Montag via APA öffentlich über seine Demontage als Opernball-Eröffner verwundert und überrascht zeigte, wundert und überrascht Desirée Treichl-Stürgkh. "Ich habe Herrn Elmayer in den vergangenen Monaten einige Male gesehen. Aber er hat das Thema nie angesprochen", erklärt die Opernball-Chefin im Gespräch mit dem Standard.

Die Entscheidung, die Benimm-Instanz nach sieben Jahren nicht mehr mit der Abwicklung der Opernballeröffnung zu betrauen, sei schließlich "im April und im Konsens mit dem gesamten Organisationsteam, also Ioan Holender, dem Opernballorchester und meinen Damen" gefallen. Und habe, wiederholt Treichl-Stürgkh ihre Aussage in der Standard-Montagausgabe, "nichts mit Elmayers Leistung oder gar seinem TV-Auftritt als 'Krocha' zu tun. Das war doch eigentlich recht amüsant."

Hintergrund der Demission sei viel mehr, dass "der Opernball neuen Schwung braucht - und beim 'Ball der Republik' kann der auch aus den Bundesländern kommen." Allerdings ohne Anspruch auf Erbpacht: "Am 19. Februar 2009 werden es die Grazer Edgar und Phillip Kummer sein. Und im Jahr darauf vielleicht eine Schule aus Innsbruck. Oder aus Linz. Es geht uns um eine Öffnung."

Mit Thomas Schäfer-Elmayer habe auch das wenig zu tun: Für die Choreographie der Eröffnung war in den vergangenen 25 Jahren nämlich immer Klaus Mühlsiegl von der gleichnamigen Wiener Tanzschule verantwortlich: "Nach so langer Zeit wird man müde."

Befürchtungen, dass authentisch wienerische Walzerkunst am Ball nun zu wenig präsent wäre, findet Treichl-Stürgkh "absurd". Die Eröffnung liegt traditionell in den Händen von zwei Tanzschulen. Neben Kummers wurde die Wiener Tanzschule Svabek verpflichtet.

Dass die Causa Elmayer solche Aufregung auslöst, verwundert und beruhigt die Ballchefin zugleich: "Wenn das unsere Sorgen sind, kann es uns nicht schlecht gehen." (Thomas Rottenberg/DER STANDARD, Printausgabe, 11. 11. 2008)

 

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    Treichl-Stürgkh: Über die Aufregung erstaunt

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