Telekom-Ausrüster Nortel streicht 1.300 Jobs nach Quartalsverlust

10. November 2008, 17:30
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Fehlbetrag im dritten Quartal mit 3,4 Mrd. Dollar höher als Umsatz

Nordamerikas größter Telekom-Ausrüster Nortel Networks will nach einem milliardenschweren Quartalsverlust weitere 1.300 Arbeitsplätze streichen. Damit schrumpft die Belegschaft des kanadischen Konzerns nochmals um etwa fünf Prozent. Um jährlich etwa 400 Mio. Dollar (310 Mio. Euro) an Kosten zu sparen, kündigte Nortel zudem Nullrunden bei der Lohnentwicklung und eine Überprüfung seines Immobilienbestands an. "Dies ist eine kritische Zeit für Nortel", sagte Konzernchef Mike Zafirovski am Montag.

Der Umsatz fiel um 400 Mio. auf 2,3 Mrd. Dollar

Der Fehlbetrag lag Nortel zufolge im abgelaufenen Quartal bei 3,4 Mrd. Dollar nach einem Gewinn von 27 Mio. im Vorjahreszeitraum. Darin waren allerdings Belastungen aus Steuer-Berichtigungen von 2,07 Mrd. und Abschreibungen von 1,14 Mrd. enthalten. Der Umsatz fiel um 400 Mio. auf 2,3 Mrd. Dollar.

Im Zuge der Konjunkturschwäche und der sinkenden Nachfrage nach seinen Geräten nahm der Konzern seine Umsatzprognose zurück. Das Unternehmen rechnet im Gesamtjahr nun mit einem Rückgang der Erlöse um etwa vier Prozent. Vor zwei Monaten war Nortel noch von einem zwei bis vier Prozent niedrigeren Umsatz ausgegangen.

2000 hatte das Unternehmen noch 90.000 Mitarbeiter

Nortel hat seit 2001 wiederholt milliardenschwere Verluste verzeichnet und Tausende Arbeitsplätze abgebaut. 2000 hatte das Unternehmen noch 90.000 Mitarbeiter, etwa dreimal so viel wie heute.

Die Nortel-Aktie fiel an der Börse um zehn Prozent auf rund einen Dollar. Vor einem Jahr wurden die Papiere noch für 20 Dollar gehandelt. (APA)

 

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