Den Knorpelfischen ging es auch schon mal besser

15. November 2008, 17:34
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IUCN: Ein Viertel der atlantischen Arten vor Europa vom Aussterben bedroht - Haie, Rochen und Seekatzen betroffen

Genf - Mehr als ein Viertel der Knorpelfischarten im Nordostatlantik vor den Küsten Europas ist vom Aussterben bedroht - alle drei Gruppen der Knorpelfische sind davon betroffen: Haie, Rochen und Seekatzen (bzw. Chimären). Das berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN) mit Verweis auf die neue Rote Liste dieser Fischarten. Der Anteil der vom Aussterben bedrohten Arten liegt demnach bei 26 Prozent, während weitere 20 Prozent stark gefährdet sind.

Die urtümlicheren Verwandten der Knochenfische seien vor allem wegen Überfischung gefährdet. Sie werden häufig auch zufällig als Beifang gefangen, erläuterte eine IUCN-Mitarbeiterin. Und vor den Küsten Europas seien sie stärker gefährdet als in anderen Teilen der Welt, schreibt die Organisation: Global gesehen gelten 18 Prozent als bedroht.

Haie und Rochen stellen zwar mit die größten Fischarten überhaupt, wachsen aber nur langsam, werden erst relativ spät geschlechtsreif und bekommen nur wenig Nachwuchs. Das macht sie bei Überfischungen besonders anfällig. Bisher gewähren nur Großbritannien und Schweden und in begrenzter Form auch die EU und Norwegen bestimmten Haien und Rochen Schutz. Da dies zu wenig sei, müsse international gehandelt werden, fordert die Schutzorganisation. (APA/dpa/red)

 

 

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