Tschechien: Auch Klaus wegen des Filmes über Dukovany verärgert

10. November 2008, 16:22
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Telefonat mit Bundespräsident Fischer - "Unglückliche" Angelegenheit

Auch der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus ist verärgert wegen des Films "Der erste Tag" über einen fiktiven Atomunfall im südmährischen Atomkraftwerk Dukovany, der am Donnerstagabend im ORF ausgestrahlt worden war. Der Sprecher von Klaus, Radim Ochvat, sagte gegenüber dem tschechischen Nachrichten-Server "Novinky" am Sonntagabend, der Präsident habe schon am Freitag dem Bundespräsidenten Heinz Fischer telefoniert und die Angelegenheit als "sehr unglücklich" bezeichnet.

"Der Herr Präsident hat mit seinem österreichischen Amtskollegen, Heinz Fischer, telefoniert. Er hat ihm gesagt, dass die Angelegeneheit sehr unglücklich war und dass derartige Sachen nicht zur Bildung des Vertrauens zwischen den beiden Ländern beitragen", sagte der Sprecher.

Am Freitag hatte auch der tschechische Botschafter in Wien Jan Koukal auf den Film verärgert reagiert. Er hatte gesagt, er betrachte es für "unglücklich und direkt unmoralisch, auf diese Weise die österreichische Öffentlichkeit zu verwirren und zu erschrecken".

Der Zugang der österreichischen Schöpfer des Films sei "unprofessionel" gewesen. "Der Film wurde so aufgezogen, dass er die tschechisch-österreichischen Beziehungen beschädigt. Schließlich wird er aber vor allem die Österreicher selbst beschädigen", meinte Koukal weiters gegenüber der Nachrichtenagentur CTK. (APA)

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