Analysten erwarten Gewinnrückgang

10. November 2008, 15:08
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Trotz Umsatzsteigerung sehen Analysten unter dem Strich 17 Prozent weniger Nettogewinn, das Umsatzplus soll über sechs Prozent liegen

Wien - Analysten erwarten für die am Mittwoch anstehenden Neunmonatszahlen der Telekom Austria einen Gewinnrückgang bei steigenden Umsätzen. Im Schnitt rechnen die Experten der UniCredit, der Erste Group und der Raiffeisen Centrobank (RCB) mit einem Umsatzplus von 6,3 Prozent auf 3,86 Mrd. Euro nach 3,63 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nach 1,46 Mrd. Euro im Vorjahr nun um 2,1 Prozent höher bei 1,49 Mrd. Euro liegen. Das Betriebsergebnis (Ebit) wird um 5,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis von 668 Mio. Euro liegen. Demnach soll das Ebit von Jänner bis September 658,20 Mio. Euro erreichen.

Unterm Strich soll es laut den Analysten einen ordentlichen Rückgang geben. Der Nettogewinn wird nach 451,5 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen 2007 um 17,3 Prozent niedriger bei 373,4 Mio. Euro gesehen. Der Rückgang sei vor allem auf die Verschlechterung des Finanzergebnisses um zehn Mio. Euro zurückzuführen, erklärt UniCredit-Analyst Harald Weghofer. Außerdem rechnet er mit einer Steigerung der Steuerquote von 17,2 auf 20,8 Prozent.

Die Umsätze in Kroatien sollten schwächer als bisher ausfallen, da die Telekom einen großen Kunden verloren habe, meint Erste Group-Experte Thomas Unger. Außerdem würde die 2007 beschlossene Senkung der Roamingtarife in der EU im dritten Quartal schlagend. Er rechnet mit einem Rückgang im Mobiltelefonsegment von 5,5 Prozent. (APA)

 

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