Christiane zu Salm verlässt Burda-Vorstand

10. November 2008, 15:09
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Vorzeitige Vertragsauflösung - Medienmanagerin will sich ab Dezember wieder eigenen unternehmerischen Aktivitäten widmen - Philipp Welte soll Bereich Crossmedia übernehmen

Die Medienmanagerin Christiane zu Salm gibt
nach nur acht Monaten ihren Vorstandsposten beim deutschen
Burda-Verlag auf. Die 42-Jährige habe Verleger Hubert Burda um die
vorzeitige Auflösung ihres Vertrages gebeten und wolle sich ab
Dezember wieder verstärkt um ihre eigenen unternehmerischen
Aktivitäten kümmern, teilte der Verlag am Montag in München mit. Salm
werde ihren Lebensmittelpunkt nach Berlin verlagern, werde Burda aber
für ein weiteres Jahr als Beraterin zur Verfügung stehen.

"Dies ist eine persönliche Entscheidung, die wir sehr bedauern,
aber akzeptieren", wird Hubert Burda zitiert. Salm hatte seit April
den neu geschaffenen Vorstandsposten "Cross Media" bei Burda inne. Zu
ihrem Aufgabenbereich gehörte die Verknüpfung unterschiedlicher
Medien. Ab 1. Dezember solle sich Verlagsvorstand Philipp Welte um
den Ausbau der crossmedialen Aktivitäten kümmern, teilte Burda mit.

Salm wurde vor allem durch Erfolge im Fernsehgeschäft bekannt.
Nach ihrer Zeit als Deutschland-Chefin des Musiksenders MTV hatte sie
den erfolglosen Frauensender tm3 als Geschäftsführerin in den
erfolgreichen, aber umstrittenen Quizsender 9Live verwandelt. Ihre
Anteile daran verkaufte sie 2005 höchst profitabel.

Als Christiane Hansen geboren heiratete sie 1995 Ludwig Prinz zu
Salm-Salm und behielt nach der Scheidung 2001 den Namen ihres
Ex-Mannes. Mit ihrem früheren Lebensgefährten, dem ehemaligen
Premiere-Chef Georg Kofler, hat Salm eine 2004 geborene Tochter. (APA/AP)

 

 

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