Premiere hat auf neues Verschlüsselungssystem umgestellt

10. November 2008, 14:34
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Auch "illegale" ORF-Seher betroffen sofern sie bisher ohne gültige Smartcard über die Premiere-Plattform empfangen konnten

Der Bezahlsender Premiere hat nach eigenen Angaben ab sofort wieder ein sicheres Verschlüsselungssystem. "Alle Smartcards für den Einsatz der neuen Verschlüsselungssysteme von Nagravision und NDS Videoguard sind getauscht worden", teilte der Sender in einer Aussendung mit. Das heißt, das Schwarzsehen des Pay-TV-Senders sollte ab sofort nicht mehr möglich sein - betroffen sind auch die beiden ORF-Programme, sofern sie bisher ohne gültige Smartcard über die Premiere-Plattform empfangen werden konnten.

Sämtliche modifizierte Digital-Receiver und unerlaubte Geräte für den illegalen Empfang von Premiere "sind nicht mehr zu gebrauchen", so Premiere am Montag. Jene Zuseher, die Premiere und die ORF-Programme "offiziell" empfangen, sind von der Umstellung nicht betroffen. "Der Empfang der ORF-Programme über die Premiere Smartcard ist auch nach der Umstellung auf die neuen Verschlüsselungssysteme Nagravision und NDS Videoguard problemlos möglich", so Premiere Austria-Pressesprecher Alexander Winheim.

150.000 gehackte Empfangsboxen

Allerdings sind laut Schätzungen des ORF mittlerweile rund 150.000 gehackte Empfangsboxen im Umlauf. Diese können von den Zusehern auch unwissentlich im Handel oder im Internet erworben worden sein. Mit diesen Receivern war bisher - mit der entsprechenden Software - der Empfang von Premiere und ORF 1 und ORF 2 auch ohne die eigentlich notwendige Smartcard möglich. Der ORF rät jenen, die die Programme mittlerweile nicht mehr empfangen können, auf seiner Homepage zum Umstieg auf einen ORF-tauglichen Receiver mit freigeschalteter ORF DIGITAL-SAT-Karte, beziehungsweise kann man sich als Premiere-Kunde für eine entsprechende Premiere-Karte anmelden. (APA)

 

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