Holender: "Es gibt keine Erbpacht"

10. November 2008, 14:22
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Elmayer spricht von "großer Enttäuschung"

Wien - Staatsoperndirektor Ioan Holender kann sich über den Wirbel rund um die Ablöse von Thomas Schäfer-Elmayer beim Wiener Opernball "nur wundern". Bereits am 15. April sei Elmayer per Brief mitgeteilt worden, dass der Vertrag für den Ball 2009 nicht mehr fortgesetzt wird. "Es gibt keine Erbpacht", meinte Holender gegenüber der APA.

Holender betonte weder etwas "gegen noch für" Elmayer zu haben, persönlich kenne er ihn gar nicht näher. "Dancing Stars habe ich auch noch nie gesehen", betonte der Staatsoperndirektor. Elmayer sei auch nicht demontiert worden, der Vertrag sei alleine deshalb gelöst worden, um künftig vermehrt die Bundesländer in den Ball miteinzubeziehen. "Außerdem hat er gar nicht die Choreographie gemacht, das war der (Klaus, Anm.) Mühlsiegl", meinte Holender.

Die Bande zwischen Holender und Elmayer sind aber nicht völlig gerissen, denn ausgerechnet jetzt besucht der Sohn die traditionsreiche Tanzschule in der Wiener City. "Wenn er ihn nun raus schmeißt, wäre das Sippenhaftung", polterte Holender prophylaktisch.

"Große Enttäuschung"

Elmayer selbst ist indessen nach dem Ende seines Opernball-Engagements noch immer ein wenig außer Takt: "Es ist natürlich eine große Enttäuschung. Speziell für mich, da ich mich seit Jahren ganz der Balltradition widme", sagte die Benimm-Ikone am Montag gegenüber der APA. Den Grund für seinen unfreiwilligen Abgang kennt Elmayer nicht: "In den Zeitungen ist gestanden, dass Staatsoperndirektor (Ioan, Anm.) Holender mich nicht mag, nun, da bin ich nicht der einzige auf dieser Welt".

Bis zuletzt ist Elmayer davon ausgegangen, auch beim Opernball 2009 an vorderster Front aktiv zu sein. "Es war nie die Rede davon, dass das nicht so ist", erklärte der Tanzschulbesitzer. Die Absage kam dann in Form eines knappen Briefes.

Über die Gründe für seine Demontage konnte Elmayer nur spekulieren. Dass ihm sein "Kracher"-Auftritt in der ORF-Serie "Dancing Stars" zum Verhängnis geworden ist, glaubte er jedenfalls nicht. Vielmehr dürfte er Opfer der verstärkten Einbindung der Bundesländer geworden sein. Schließlich wird er durch die Grazer Tanzschule Edgar und Philipp Kummer ersetzt. "Das ist das gute Recht der Frau Treichl-Stürgkh", meinte Elmayer. Ob er den Opernball am 19. Februar nun überhaupt besuchen wird, wusste Elmayer noch nicht: "Bis dahin kann noch soviel passieren." (APA)

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