Software analysiert Porno-Konsum am Arbeitsplatz

10. November 2008, 13:47
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Firmennetzwerke werden in Echtzeit auf schädliche Inhalte geprüft - Mittels Filter-Software wird das Surfverhalten der Mitarbeiter analysiert

Das Betrachten und Herunterladen von pornographischen Inhalten am Arbeitsplatz wird für die Unternehmen zunehmend zum Problem. Nicht nur, dass Mitarbeiter mit dieser Tätigkeit wichtige Arbeitszeit sowie kreative und produktive Energie vergeuden, sie schaffen damit auch ein feindseliges Arbeitsklima, in dem die Gefahr von sexueller Belästigung deutlich zunimmt. Um die Onlineaktivitäten der eigenen Mitarbeiter in dieser Hinsicht besser überwachen zu können, hat das US-Unternehmen Paraben nun eine neuartige forensische Software entwickelt, die sich diesem Problem annimmt. Wie Cnet berichtet, durchsucht und analysiert das vorgestellte speziell für den Einsatz in Betrieben ausgerichtete System dabei die Netzwerke und Computer am Arbeitsplatz nach verdächtigen Bildinhalten. Auf diese Weise soll es den Arbeitgebern möglich sein, das eigene Unternehmen und dessen Mitarbeiter vor derart schädlichem Material zu schützen.

Unterscheidung

"Die von uns entwickelte Software kann zwar nicht zwischen Kinder- und Erwachsenenpornographie unterscheiden. Wenn es aber um die rasche Identifizierung von verdächtigem Bildmaterial im Online- und Offline-Bereich geht, ist diese Lösung aber extrem effektiv", erklärt Amber Schroeder, CEO von Paraben, gegenüber Cnet. Das entwickelte System erlaube es nämlich, das Herunterladen und Betrachten von in Firmennetzwerken gespeicherten Porno-Bildern nahezu in Echtzeit zu kontrollieren. Auf diese Weise könnten besorgte Arbeitgeber rechtzeitig sicherstellen, dass kein derartiges Material auf den Rechnern der eigenen Mitarbeiter genutzt wird. Für die Unternehmen sei das sogenannte "Real-Time-Monitoring" ungemein wichtig. "Durch den Konsum von pornographischen Inhalten durch die Mitarbeiter steigt die Gefahr einer sexuellen Belästigung. Solche Vorfälle und die daraus resultierenden gesetzlichen Konsequenzen, die in der Regel sehr kostspielig sind, wollen die Firmen natürlich so gut es geht vermeiden", erläutert Schroeder.

"mit offenen Armen"

Laut der Paraben-Chefin sei die Analyse großer Datensammlungen in Firmennetzwerken bislang ein sehr schwieriger und ungemein zeitaufwändiger Prozess gewesen. Die vorgestellte Softwarelösung werde bei den verantwortlichen Systemadministratoren deshalb sicherlich "mit offenen Armen" willkommen geheißen. Um aus den Netzwerken und Computern am Arbeitsplatz pornographisches Material herauszufiltern, greift das Paraben-System auf eine Reihe komplexer Paramter zurück, anhand derer es die Inhalte analysiert. Die gefundenen Bilder werden dann in drei unterschiedliche Schädlichkeitslevels eingeordnet, die sich aufgrund der vorab im System festgelegten Analysekriterien ergeben. "Unsere Software wird nicht nur die firmeninterne Aufklärung in Fällen der Porno-Nutzung am Arbeitsplatz, sondern auch die Beweisführung in etwaigen Gerichtsverfahren wesentlich erleichtern", ist Schroeder überzeugt. (pte)

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    epa/peter foerster
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