Festnetzsparte mit Ergebniseinbruch im Halbjahr

10. November 2008, 13:02
posten

eTel-Zukauf 2006 bescherte der kriselnden Sparte zusätzliche 450 Mitarbeiter

Das schwächelnde Festnetz der Telekom Austria hat im 1. Halbjahr 2008 noch einmal nachgegeben. Das Betriebsergebnis brach im Vergleich zur Vorjahresperiode um 47 Prozent auf 53,2 Mio. Euro ein, während der Umsatz zumindest stabil gehalten werden konnte, wobei das Eigengeschäft um rund 9 Prozent nachgab, während das Wiederverkaufsgeschäft um 8 Prozent anzog. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) gab um 18,2 Prozent auf 312,6 Mio. Euro nach. Das Betriebsergebnis legte hingegen um 30,1 Prozent auf 151,2 Mio. Euro zu.

"Die Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation hielt im Berichtsjahr ungebrochen an"

Die Anzahl der Festnetzanschlüsse verringerte sich um 7,9 Prozent auf 2,4 Millionen, bei den Sprachminuten gab es einen Rückgang von 7,7 Prozent. "Die Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation hielt im Berichtsjahr ungebrochen an", heiß es dazu im Geschäftsbericht 2007. Gegenläufig war die Entwicklung beim Personal. Der Personalaufwand inklusive Sozialleistungen und Abgaben stieg 2007 um 20,3 Mio. Euro oder 3,8 Prozent auf 559,4 Mio. Euro.

Ergänzung

Wobei im Geschäftsbericht 2007 bereits die Übernahme des Festnetz-Anbieters eTel eingerechnet ist. Warum bei sinkenden Festnetzgeschäft eTel noch um kolportierte 90 Mio. Euro zugekauft und der Personalstand damit um ca. 450 Mitarbeiter erhöht wurde, wurde damals so begründet: Die Akquisition ergänze das Festnetz-Segment der Telekom Austria Gruppe in Osteuropa mit der existierenden Gesellschaft Czech Online und dem Wholesale-Geschäft in den CEE-Ländern.

Heuer wurde zwar nicht zugekauft, aber dafür der Vorstand umgebaut. Mit 31. August hängte der langjährige Festnetzchef Rudolf Fischer seinen Job an den Nagel. Seitdem führt Telekom-Chef Boris Nemsic auch diesen Bereich. Spätestens Ende März 2009 soll der Nachfolger fest stehen. (APA)

Share if you care.