Kriminalstatistik: Kinder- und Jugendkriminalität steigt

10. November 2008, 12:33
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Insgesamt wurden aber weniger Fälle als im Vorjahr angezeigt - Rückgang um 3,7 Prozent - Auch Aufklärungsquote gesunken

Wien (APA) - Die Zahl der angezeigten Fälle ist laut der am Montag veröffentlichten Kriminalstatistik des Innenministeriums in den ersten zehn Monaten des Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 zurückgegangen. Demnach wurden im Vorjahr bis Ende Otkober 494.176 Straftaten angezeigt, heuer waren es im gleichen Zeitraum 475.978. Das entspricht einem Rückgang um 3,7 Prozent. Gleichzeitig ist auch die Aufklärungsquote um 0,9 Prozent auf 38,2 Prozent gesunken.

Der Rückgang der Anzeigen war in allen Bundesländern zu registrieren: Im Burgenland gab es um 9,6 Prozent weniger Fälle als im Vorjahr, gefolgt von Salzburg (minus 7,2 Prozent), der Steiermark (minus 6,6), Niederösterreich (minus 6,0) und Vorarlberg (minus 5,1 Prozent). In Oberösterreich gab es einen Rückgang um 4,6, in Kärnten um 3,9, in Tirol um 1,7 und in Wien um 1,0 Prozent.

Wohnungs- und Hauseinbrüche rückgängig

"Gerade in jenen Deliktsgruppen, die sich besonders auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung auswirken, wie etwa bei den Wohnungs- und Hauseinbrüchen, ist die Kriminalität rückgängig", sagte Innenministerin Maria Fekter (ÖVP). "Die Kriminalität sinkt in allen Bundesländern, in fast allen Landeshauptstädten und in den meisten Grenzbezirken." Beim Einbruchsdiebstahl in Wohnungen gab es einen Rückgang um sechs Prozent, in Einfamilienhäuser um 15,8 Prozent und beim sogenannten Gelegenheitsdiebstahl um 22,8 Prozent.

Pkw-Einbrecher (minus 11,8 Prozent) und Auto-Sachbeschädiger (minus 5,2 Prozent) waren ebenfalls weniger aktiv. Steigerungen ergaben sich hingegen bei Sachbeschädigungen durch Vandalismus (plus 11,1 Prozent) und bei Benzindiebstählen (plus 47 Prozent).

Teils starke Steigerungsraten waren bei der Kinder- und Jugendkriminalität zu verzeichnen: So stiegen die von Zehn- bis 14-Jährigen begangenen Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 28,6 Prozent, die der 14- bis 18-Jährigen um 8,3 Prozent. (APA)

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