Darabos: Österreich hat "keine Kapazitäten" für EU-Einsatz

11. November 2008, 08:07
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Verteidigungsminister verweist auf Engagement im Tschad

Brüssel - Österreich hat nach den Worten von Verteidigungsminister Norbert Darabos "keine Kapazitäten" für einen allfälligen Militäreinsatz der Europäischen Union in der Demokratischen Republik Kongo. Österreich leiste bereits einen Beitrag an der EU-Mission im Tschad, sagte Darabos zu entsprechenden Beratungen der EU-Verteidigungsminister am Montag in Brüssel. Ein allfälliger Einsatz im Kongo wäre zudem "eine Frage der Vereinten Nationen".

Gegenseitige Blockade

Darabos räumte ein, dass es in der EU hinsichtlich der Bereitstellung von "Battlegroups" im Kongo unterschiedliche Meinungen gebe, so dass man sich in dieser Frage "leider gegenseitig blockiert". Über einen allfälligen weiteren Tschad-Einsatz österreichischer Soldaten in einer Nachfolgetruppe der UNO müsste die Bundesregierung entscheiden, sagte Darabos. Das derzeitige Mandat für die EUFOR-Mission der EU im Tschad zum Schutz von Flüchtlingen und Hilfsorganisationen laufe nur bis zum 15. März 2009.

Im Osten des Kongo sind Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen jüngst wieder eskaliert. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. (APA)

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