IBM-Klage: Vorerst Arbeitsverbot für neuen iPod-Chef

10. November 2008, 09:58
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Ein US-Gericht orderte einen Arbeitsstopp für Mark Papermaster an, bis der Streitfall mit seinem früherem Arbeitgeber IBM geklärt ist

Apples neuer Chef der iPod-Abteilung, Mark Papermaster, muss seine Arbeit vorübergehend niederlegen. Das hat am vergangenen Freitag ein US-Gericht entschieden. Es soll geklärt werden, ob Papermaster mit dem Wechsel zu Apple gegen die Wettbewerbsklausel im Vertrag seines ehemaligen Arbeitsgebers IBM verstoßen hat.

Wettbewerbsklausel

Papermaster sollte "iPod-Vater" Tony Fadell ersetzen, der von seinem Posten aus privaten Gründen zurückgetreten war und Apple in Zukunft nur mehr als Berater zur Verfügung stehen will. Im Sommer 2006 hatte Papermaster laut Gerichtsunterlagen eine Wettbewerbsklausel unterschrieben, laut der er nach Beendigung seiner Tätigkeit bei IBM für ein Jahr lang keine Stelle bei einem Mitbewerber annehmen dürfe.

IBM fürchtet um Prozessor-Geheimnisse

IBM befürchtet, dass Papermaster Unternehmensgeheimnisse über die Chip-Fertigung an Apple weitergeben könnte. Das würde für das Unternehmen eine "irreparable Schädigung" bedeuten, wie es in den Gerichtsunterlagen heißt. Für Apple seien die Befürchtungen absurd, da Papermaster nicht eingestellt worden sei, um IBM-Geheimnisse auszuplaudern, sondern aufgrund seiner Erfahrung als Entwickler und Manager. IBM und Apple würden zudem unterschiedliche Zielgruppen bedienen - IBMs Fokus liege auf große Unternehmen, während Apple vor allem den Markt für Consumer-Electronik bediene.

Der nächste Gerichtstermin ist für 18. November angesetzt. (red)

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    IBM befürchtet der neue iPod-Chef Mark Papermaster könnte Unternehmensgehemnisse ausplaudern

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