Streik in Italien bei Bahn- und Nahverkehr

10. November 2008, 09:43
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Auch Verbindungen von bzw. nach Österreich sind betroffen

Rom  - In Italien haben die Eisenbahner am Montag einen 24-stündiger Streik fortgesetzt, der am Sonntag um 21.00 Uhr begonnen hatte. Hinzu kam ein Arbeitsausstand im öffentlichen Nahverkehr, von dem Busse, Straßenbahnen und die Metro betroffen waren. Allerdings wurde der Ausstand zu den Hauptverkehrszeiten ausgesetzt, damit die Pendler von und zur Arbeit konnten.

Der Streik richtet sich gegen die Verspätung bei der Erneuerung des abgelaufenen Arbeitsvertrags. Die Gewerkschaften verlangen weiters Mehrinvestitionen im Nahverkehr.

Die Sperre der U-Bahn-Netze zwang in Rom und Mailand viele Bürger, mit Privatfahrzeugen zur Arbeit zu fahren. Die meisten Römer waren auf ihre eigenen Autos oder Mopeds angewiesen, um sich durch den schon an normalen Tagen chaotischen Stadtverkehr zu bewegen.

Auch internationaler Bahnverkehr betroffen

Der Bahnstreik in Italien hat auch Auswirkungen auf die Verbindungen von bzw. nach Österreich. Unter anderem sollte es eingeschränkte Verbindungen nach bzw. von Rom, Venedig, Milano und Verona, aber auch Prag geben. Teilweise fahren die Züge nur bis oder ab Innsbruck und Villach.

Am Montag verkehren zwischen Österreich und Rom, Venedig, Verona, und Milano planmäßige Züge. Zwei Venedig-Verbindungen enden bzw. starten erst in Villach. Einige Züge nach Rom, Milano und Verona verkehren nur ab bzw. bis Innsbruck. Wegen des Streiks müssen alle Reisende mit Unregelmäßigkeiten rechnen, so die ÖBB. (APA)

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