Afrikanischer Staatenbund will Truppen schicken

11. November 2008, 08:07
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Vorerst keine Zahlen über eine mögliche Truppenstärke genannt - Militärexperten sollen "unverzüglich" Lage vor Ort analysieren

Johannesburg - Der Sondergipfel des regionalen Staatenbundes SADC hat sich am Sonntagabend in Johannesburg grundsätzlich zur Entsendung von Friedenstruppen in den Kongo bereiterklärt. In einem SADC-Kommunique hieß es, der Staatenbund sei bereit, Friedenstruppen in die Kivu-Provinz zu schicken, falls dies zur Stabilisierung der Lage "notwendig" sei.

Dort konzentrieren sich die Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und den Truppen des Rebellenführers Laurent Nkunda. Es wurden aber keine Zahlen über eine mögliche Truppenstärke genannt.

Militärexperten

In der Erklärung hieß es weiter, der Sondergipfel sei übereingekommen, "unverzüglich" eine Gruppe von Militärexperten in den Osten des Kongo zu entsenden, um die Lage zu analysieren. Der Staatenbund macht die unnachgiebige Haltung von Nkunda für das Scheitern bisheriger Vereinbarungen von Feuerpausen verantwortlich.

Rebellenchef warnt Friedenstruppen

Unterdessen warnt der Rebellenführer Laurent Nkunda hat die geplanten afrikanischen Friedenstruppen davor, sich auf die Seite der kongolesischen Regierung zu schlagen. Die Soldaten müssten eine unabhängige Rolle in dem Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo einnehmen. Sonst drohe ihnen das gleiche Schicksal wie den Regierungstruppen, sagte der Rebellenchef am Montag der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefongespräch. (APA/dpa)

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    Kongolesische Soldaten auf Motorrädern in dem Dorf Kibati nahe Goma im Osten des Landes. Der regionale Staatenbund SADC hat sich am Sonntagabend in Johannesburg grundsätzlich zur Entsendung von Friedenstruppen in den Kongo bereiterklärt.

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