Peking: Tibet-Gespräche mit Dalai Lama gescheitert

11. November 2008, 07:36
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Kommunistischen Partei schließt Unabhängigkeit Tibets erneut kategorisch aus: "Niemals Zugeständnisse" bei "territorialer Integrität"

Peking - China hat die Gespräche mit Gesandten des Dalai Lama über die Zukunft Tibets für gescheitert erklärt. Die Kontakte und Gespräche hätten zu keinen Fortschritten geführt, hieß es in einer am Montag verbreiteten Erklärung der Kommunistischen Partei.

Darin wird bekräftigt, dass die "Einigung des Vaterlands, die territoriale Integrität sowie die nationale Würde" für das chinesische Volk von "größtem Interesse" sei. In diesen Punkten werde es "niemals Zugeständnisse" geben. Die Tür für irgendeine Form von Selbstständigkeit habe nie offen gestanden und werde dies auch in Zukunft nicht tun, sagte ein hochrangiges Mitglied der Kommunistischen Partei (KP) am Montag. Das Regierungsmodell für ethnisch autonome Regionen sei perfekt und bedarf keiner Überarbeitung. Für das Scheitern machte die KP die tibetischen Unterhändler verantwortlich.

Vertrauen in chinesische Regierung schrumpft

Schon vor einer Woche hatte der Dalai Lama seine Bemühungen um eine größere Autonomie Tibets für gescheitert erklärt. Bei einem Besuch in Tokio sagte das geistliche und weltliche Oberhaupt der Exiltibeter, mit seiner bisherigen Herangehensweise habe er keinen Erfolg gehabt. Die Unterdrückung in Tibet nehme zu, und sein Vertrauen in die chinesische Regierung werde immer geringer.

Gleichzeitig wachse die Kritik innerhalb der tibetischen Gemeinde an seinem Kurs. Er kündigte für den 17. November eine Konferenz mit Vertretern aller Strömungen im indischen Dharamsala an, auf der über den weiteren politischen Kurs gegenüber China entschieden werden soll. (APA)

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    Der Gesprächsvertreter der chinesischen Regierung, Zhu Weiqun, hat die Verhandlungen mit dem Dalai Lama für gescheitert erklärt.

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