Software AG zahlt für 2002 keine Dividende

28. Februar 2003, 16:21
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Erzielter Gewinn soll in voller Höhe in Rücklagen fließen

Die Darmstädter Software AG will für das Geschäftsjahr 2002 keine Dividende zahlen und somit ihre Eigenkapitalbasis verbessern. Der Aufsichtsrat habe beschlossen, den erzielten Gewinn in voller Höhe in die Rücklagen einzustellen, teilte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Softwareunternehmen am Freitag mit. Damit wolle die Software AG Eigenkapital und Cash Flow stärken. Gleichzeitig zwinge die anhaltend schwierige Branchensituation zu weiteren Sparmaßnahmen. Der zweitgrößte deutsche Softwarehersteller nach SAP hatte wegen der Flaute im IT-Markt 2002 einen herben Umsatzeinbruch verbucht. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 0,43 Euro je Aktie an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Sparen

Der im vergangenen Jahr eingeläutete Sparkurs solle weiter fortgesetzt werden, hieß es. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Firma Kosteneinsparungen von mehr als 50 Millionen Euro durchgesetzt. Die auf Software zur Datenverwaltung spezialisierte Gesellschaft bekommt wie die gesamte Branche die zögerliche Bereitschaft der Kunden zu spüren, in neue Softwareprodukte zu investieren.

Prognose

Für 2003 erwartet die Software AG nach früheren Angaben weiter eine schwache Nachfrage nach Softwarelizenzen und Dienstleistungen. Umsatz und Betriebsergebnis sollen deshalb auf Vorjahreshöhe stagnieren. Im vergangenen Jahr habe sich der Umsatz auf 475 (Vorjahr 588,5) Mio. Euro belaufen. Das Ergebnis je Aktie werde 2002 mehr als ein Euro betragen. (APA/Reuters)

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