Orange Schweden im Visier der Konkurrenz

28. Februar 2003, 16:15
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Übertragung der UMTS-Lizenz auf Tochtergesellschaft soll verhindert werden

Der Mobilfunkanbieter Orange, Tochter der France Telecom, gerät in Schweden gehörig unter Druck seitens der Konkurrenz. Die beiden Mitbewerber Vodafone und H3G Sweden (3) haben der schwedischen Regulierungsbehörde für die Telekommunikationsbranche (PTS) einen Brief geschrieben, in dem sie ersuchen, Orange Sweden die Übertragung der UMTS-Lizenz auf eine Tochtergesellschaft zu untersagen. Es wird befürchtet, dass Orange durch die Übetragung auf eine Tochter selbst noch ein Geschäft machen könnte. Orange hatte sich im Dezember wegen Differenzen mit der Regierung aus Schweden zurückgezogen.

Trick?

Vodafone und 3 gehen davon aus, dass die Übertragung nur ein hinterhältiger Trick von Orange ist, sich vor seinen Netzwerk-Partner-Zahlungen in der Höhe von drei Mrd. Kronen (330 Mio. Euro) zu drücken. Andererseits befürchten die beiden Unternehmen, dem Mutterkonzern France Telecom könnten durch dieses Manöver die schwedische UMTS-Lizenz in die Hände fallen. Diese könnte die Lizenz dann wieder verkaufen.

Entlassungen

Orange Schweden hat mittlerweile einen Großteil der 234 Mitarbeiter entlassen. Der Ausstieg in Schweden sei eine direkte Antwort auf den Druck der schwedischen Regierung, die einen nicht einzuhaltenden Zeitplan für die UMTS-Einführung in Schweden forderte, hieß es in der Begründung für den Rückzug. Orange wollte den UMTS-Start um drei Jahre bis Ende 2006 verschieben. Die PTS hatte die von Orange vorgebrachten Gründe allerdings als "nicht ausreichend" abgelehnt. (pte)

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