China erhält Einblick in Microsoft Quellcode

28. Februar 2003, 18:19
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Softwarekonzern verhandelt mit 30 weiteren Staaten

Nach Großbritannien, der NATO und Russland erhält nun auch die Volksrepublik China Einblick in Microsofts Windows-Quellcode. Ein entsprechendes Abkommen wurde zwischen Bill Gates, der zurzeit auf Besuch in China ist, sowie dem stellvertretenden Leiter von Chinas Technology Security Certification Center, Wang Chunzheng, unterzeichnet. Nach Angaben von Microsoft besprach Bill Gates dieses Abkommen auch mit Staatspräsident Jiang Zemin bei einem Empfang.

Programmatisch

Microsoft bietet unter seinem Government Security Program (GSP) Regierungen Einblick in seinen Quellcode. Der Softwarekonzern will damit auch dem Trend zu Open Source-Software entgegensteuern. Unter diesem "Shared Source"-Ansatz erhalten die Regierungen zwar Zugang zu den Quellcodes, können die Software allerdings nicht verändern. Zurzeit befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 30 Regierungen in Verhandlung.

Kooperation

Die chinesischen Behörden erhalten mit der GSP-Vereinbarung nicht nur einen Zugang zu den Quellcodes sondern auch die Möglichkeit, in Sicherheitsfragen mit Microsoft zusammenzuarbeiten. So können die Mitarbeiter der chinesischen Regierung direkt mit den Sicherheitsexperten von Microsoft in Redmond in Kontakt zu treten. (pte)

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