Fischer eröffnet Wirtschaftsforum in Amman

11. November 2008, 08:09
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Bundespräsident traf am Sonntag Abdullah II. - Jordanischer König drängt auf rasche Nahost-Lösung

Amman - Bundespräsident Heinz Fischer wird am Montag in der jordanischen Hauptstadt Amman ein österreichisch-jordanisches Wirtschaftsforum eröffnen und mit Spitzenvertretern von Regierung und Parlament zusammentreffen. Bei dem Forum werden auch Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Staatssekretärin Christa Kranzl (SPÖ) das Wort ergreifen. Jordanien hat besonderes Interesse an Umwelttechnologien und erneuerbaren Energien.

Zu Mittag steht eine Unterredung mit Ministerpräsident Nader al-Dahabi auf dem Programm. Außerdem sind Begegnungen mit den Präsidenten von Senat und Abgeordnetenhaus, Zaid Rifai und Abdul Hadi al-Majali, vorgesehen. Am Nachmittag reisen der Bundespräsident und seine Delegation nach Akaba am Roten Meer weiter. Die Stadt ist der einzige Seehafen Jordaniens und eine Freihandelszone.

Fischer besucht Abdullah II.

Fischer und seine Frau Margit sind am Sonntag in der jordanischen Hauptstadt Amman von König Abdullah II. und Königin Rania mit militärischen Ehren empfangen worden. Bei einer anschließenden Unterredung im Königspalast standen der Ausbau der bilateralen Beziehungen, die Zusammenarbeit auf wirtschaftlichen und anderen Gebieten, der Nahost-Friedensprozess und der Irak im Mittelpunkt.

Bei einem gemeinsamen Auftritt vor Pressevertretern betonte der haschemitische König die Dringlichkeit einer baldigen Lösung des Nahost-Konflikts auf Basis zweier Staaten. Abdullah rief Israel zu einem Stopp der Siedlungspolitik auf und forderte, dass das Leiden der Palästinenser endlich beendet werde müsse. Er wies zudem auf die wichtige Rolle der EU im Friedensprozess hin.

Außerdem gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass im benachbarten Irak bald stabile Verhältnisse einkehren. Dies sei von essenzieller Bedeutung für die gesamte Region. Jordanien hat Hunderttausende irakische Flüchtlinge aufgenommen.

Fischer und Abdullah betonten das freundschaftliche Verhältnis ihrer beiden Staaten und brachten den Wunsch nach einer weiteren Verstärkung der Beziehungen zum Ausdruck. Die Staatsoberhäupter wiesen darauf hin, dass sie sich in diesem Jahr bereits zweimal getroffen haben. Abdullah hatte sich im April in Wien aufgehalten.

Der Bundespräsident verwies zudem darauf, dass Österreich Anfang kommenden Jahres für zwei Jahre als nicht ständiges Mitglied in den UN-Sicherheitsrat einziehen werde, in einer Zeit, in der wichtige Weichenstellungen erfolgen würden. Mit dem neuen US-Präsidenten gebe es neue Chancen und Möglichkeiten für eine Lösung im Nahen Osten. (APA/red)

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    Bundespräsident Heinz Fischer mit Königin Rania

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