Federer will fünften Masters-Cup-Sieg

9. November 2008, 13:57
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Der Schweizer startet seine Titelverteidigung gegen den Franzosen Simon. Djokovic und Dawydenko feierten bereits die ersten Siege. Nadal wird das Jahr als Nummer eins beenden

Shanghai - Die Nummer zwei hinter seinem Namen gefällt Roger Federer gar nicht. "Ich mag das nicht", sagt der Schweizer und spricht von einem "scheußlichen Gefühl", als Weltranglisten-Zweiter angekündigt zu werden. Das wird sich nach der Tennis-Weltmeisterschaft in dieser Woche in Shanghai aber selbst dann nicht ändern, wenn Federer seinen Titel verteidigen und wie vor ihm nur Pete Sampras und Ivan Lendl zum fünften Mal Masters-Cup-Sieger werden sollte. Olympiasieger Rafael Nadal wird das Tennis-Jahr als Nummer eins beenden, obwohl der Spanier für das WM-Turnier der besten Acht in China abgesagt hat.

Erste Hürde Gilles Simon

US-Open-Sieger Federer steht im Qui-Zhong-Stadion ab seinem ersten Match am Montag gegen den anstelle von Nadal ins Feld gerutschten Franzosen Gilles Simon wieder im Mittelpunkt. Die Rückenverletzung, die ihn vor einer Woche in Paris erstmals in seiner Karriere ein Match verpassen ließ, ist auskuriert und der Ehrgeiz nach der schlechtesten Saison seit Jahren mehr denn je angestachelt. Federer will seinen fünften Turniersieg 2008 und hofft auf ein Happy End nach einer verkorksten Saison. "Es wäre toll, wenn ich dieses Jahr, das schwieriger war als andere, mit einem Sieg abschließen könnte", erklärte Federer. "Dann kann ich mich in den Ferien noch besser erholen."

Djokovic legt vor

Ein ernsthafter Widersacher des Topfavoriten scheint der Serbe Novak Djokovic zu sein, der sein WM-Auftaktmatch gegen Debütant Juan Martin Del Potro aus Argentinien am Sonntag in der Goldenen Gruppe mit 7:5,6:3 gewann. Es war der erste WM-Sieg des 21-Jährigen, der bei seiner Premiere 2007 alle drei Vorrunden-Matches verloren hatte. "Ich bin froh, dass ich gewonnen habe, das ist ganz klar. Aber ich ärgere mich darüber, ihn wieder ins Spiel zurückgelassen zu haben. Das war mein Fehler. Zum Glück habe ich in den wichtigen Momenten stark gespielt", sagte Djokovic, der Federer bei seinem ersten Grand-Slam-Triumph in Australien Anfang des Jahres besiegt hatte.

Tsonga scheitert im Tiebreak

Im zweiten, hart umkämpften Spiel dieser Gruppe setzte sich Nikolai Dawydenko nach 2:43 Stunden mit 6:7 (6),6:4,7:6 (0) gegen Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich durch. Der Russe hatte im Entscheidungssatz 5:2 geführt, doch der Pariser Masters-Series-Sieger wehrte einen Matchball ab und schaffte den Gleichstand, ehe er im Tiebreak punktelos den Kürzeren zog. (APA/dpa)

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    Roger Federer strebt den fünften Masters-Cup-Sieg an. 

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