Lettland rettet zweitgrößte Bank des Landes

9. November 2008, 10:29
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51 Prozent an der Institut Parex übernommen

Riga - Die lettische Regierung hat die zweitgrößte Bank des Landes verstaatlicht und ist damit einem Zusammenbruch des Instituts zuvorgekommen. Falls nötig, werde das baltische Land den Internationalen Währungsfonds (IWF) oder die Europäische Union um finanzielle Unterstützung für weitere staatliche Maßnahmen bitten, erklärte Ministerpräsident Ivars Godmanis am Samstag nach einer Krisensitzung seines Kabinetts.

Der Staat habe 51 Prozent an der Bank Parex übernommen, die wegen der internationalen Kreditklemme ins Schlingern geraten sei. Vorläufig seien keine weiteren Banken gefährdet.

Der Staat zahlte nach Angaben von Finanzminister Atis Slakteris symbolisch jeweils einen Lat (etwa 1,41 Euro) an die beiden Großaktionäre Valery Kargin und Vladimir Krasovitsky, zwei aus Russland stammende Geschäftsmänner. Weitere 34 Prozent würden der staatlichen Hypothekenbank als Sicherheit überschrieben. Parex besitzt Vermögenswerte im Umfang von drei Milliarden Lat (rund 4,23 Milliarden Euro).

Die größte Bank in Lettland ist die Swedbank, gefolgt von Parex und der ebenfalls schwedischen SEB. (APA/Reuters)

 

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