Stichwort: 25.800 Postler "bringen allen was"

9. November 2008, 10:17
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2007 erzielte die Post AG einen Umsatz von 2,32 Mrd. Euro, ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Wien - Die Österreichische Post AG ist mit ihren knapp 25.800 Beschäftigten einer der letzten großen teilstaatlichen Konzerne des Landes. 51 Prozent befinden sich noch im Besitz des Staates, der den Ex-Monopolbetrieb durch das schwierige Fahrwasser der Marktliberalisierung führen muss.

Während sich die Aktionäre bisher über eine gute Kursentwicklung freuen durften, klagen die Gemeinden über immer weniger Postämter. Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass bis zu 1.000 Ämter in Postpartnerschaften umgewandelt werden könnten.

Reduktion der Belegschaft

Mit der sinkenden Zahl der Postämter ging auch eine Reduktion der Belegschaft einher, dazu kam die Konkurrenz durch private Anbieter im Paketbereich. So hat der deutsche Paketdiensleister Hermes der Post seit 2007 nach Eigenangaben bereits einen Marktanteil von rund 40 Prozent abgenommen. Ebenfalls zu spüren bekam die Post die Konkurrenz im Bereich Zeitungszustellung, etwa durch redmail.

Doch nicht nur die Konkurrenz kam zur Post, auch die Post expandierte. So wurde Ende 2006 die deutsche trans-o-flex erworben. Zuletzt wurde in Bosnien-Herzegowina die Logistikfirma 24VIP komplett übernommen. In der Slowakei, Kroatien, Ungarn und Serbien ist der Postfuchs schon mit eigenen Firmen präsent.

Jobcenter

Wie auch bei ÖBB und Telekom Austria ist bei der Post die Zahl der beamteten und daher quasi unkündbaren Mitarbeiter ein Kostenfakor, dessen Reduzierung den jeweiligen Konzernlenkern einiges zum Grübeln gab. Zuletzt belebte die Post ihre Jobcenter neu. Mittlerweile befinden sich gut 600 Postler im "Karriere- und Entwicklungs-Center" (KEC). Dort schlagen sie im Regelfall die Zeit tot.

2007 erzielte die Post AG einen Umsatz von 2,32 Mrd. Euro, ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg um 32 Prozent auf 162,8 Mio. Euro. Für das Jahr 2008 prognostiziert der Konzern eine stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung von bis zu 3 Prozent, wegen der "Marktbeeinträchtigung im österreichischen Paketgeschäft" aber ein geringfügig unter 2007 liegendes operatives Ergebnis. In den Folgejahren solle das EBIT wieder "kontinuierlich ansteigen". (APA)

 

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