
Das russische Fernsehen zeigte am Sonntag die Rückkehr der "Nerpa" in den Hafen Bolschoi Kamen

Infografik des russischen TV-Programms NTV
Weil Gas aus dem Feuerlöschsystem des Atom-U-Bootes "Nerpa" ausgetreten ist, starben bei einer Testfahrt mindestens 20 Menschen. Einen Austritt von Radioaktivität soll es nicht gegeben haben.
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Moskau - Bei einem Unfall an Bord des Atom-U-Boots "Nerpa" ("Seerobbe") der russischen Marine im Japanischen Meer sind nach offiziellen Angaben mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Die drei Offiziere und 17 Zivilisten erstickten, als Gas aus einem Brandlöschsystem austrat. Der Atomreaktor des U-Boots arbeite normal, die Strahlungswerte seien nicht erhöht, sagte Marine-Sprecher Igor Digalo am Sonntag.
Feuerlöschsystem sprang an
Der Unfall ereignete sich, als am Samstag aus bisher unbekannter Ursache ein Feuerlöschsystem an Bord des U-Boots angesprungen war. Der ermittelnde Staatsanwalt Wladimir Markin erklärte, derzeit deute alles darauf hin, dass Freon-Gas zum Tod der Menschen führte. Als Mittel in Feuerlöschsystemen soll es den Flammen den Sauerstoff entziehen.
U-Boot auf Kurs zu Militärhafen
Nach Angaben Digalos waren zum Zeitpunkt des Unglücks 208 Menschen, darunter viele Techniker, auf dem Schiff. 81 Passagiere waren Matrosen. Neben den Toten gab es auch 22 Verletzte. Sie wurden zunächst auf einen Begleit-Zerstörer gebracht. Dieser transportierte die Verletzten in ein Krankenhaus in der Hafenstadt Wladiwostok. Das U-Boot, das laut offiziellen Angaben nicht beschädigt wurde, nahm Kurs auf einen Militärhafen in der Nähe.
Testfahrt für indische Marine
Das Feuerlöschsystem sei ungenehmigt aktiviert worden, erklärte Digalo. Betroffen waren die beiden Sektionen in der Nähe des Schiffsbugs. Die exakte Position des Bootes zum Unglückszeitpunkt wollte der Marinesprecher nicht nennen. Das U-Boot befand sich auf einer Testfahrt, es sollte ab 2009 für zehn Jahre an die indische Marine vermietet werden. Laut der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti wurde das Schiff in der Amur-Werft gebaut, der erste Tauchgang habe in der vergangenen Woche stattgefunden.
Ministerpräsident Dmitri Medwedew ordnete eine gründliche Untersuchung an. Es war das schwerste Unglück der russischen Marine seit dem Untergang der "Kursk" in der Barentssee im Jahr 2000. Damals kamen nach vergeblichen Rettungsversuchen alle 118 Seeleute an Bord ums Leben.
Manöver in der Karibik geplant
Die russische Marine demonstriert derzeit Stärke, in diesem Monat soll ein gemeinsames Manöver mit Venezuela in der Karibik abgehalten werden. (red, dpa, Reuters/ DER STANDARD Printausgabe 10.11.2008)
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„Der Ast auf dem wir sitzen.“ Der Baum ist vergiftet, die Wurzeln fast schon dem Erdenreich entrissen. Unzählige Narben weißt der alte Baum auf, wie der Rumpf eines Schiffes, welches bereits einmal zu oft auf Grund gelaufen ist. Trotzdem gibt es da eine vermeintlich „intelligente Lebensform“. Diese nennt sich selbst vernunftbegabt, dennoch wird sie nicht müde, an dem Ast, auf dem sie sitzt zu sägen, und das gleich an mehreren Stellen. Hat der Mensch ein Überleben überhaupt verdient? Die Seen vergiftet und das Seegetier krank. Das Erdengrün zubetoniert. Wir brauchen die Erde, doch sie braucht uns nicht!
Wir brauchen die Erde, aber die Erde braucht uns nicht.
Der Mensch wird früher oder später verschwinden.
Die Erde hat noch 2 Milliarden Jahre vor sich, bevor sich die Sonne langsam zu einem roten Riesen aufbläht.
Genug Zeit um nochmal ein oder mehrere intelligente Lebewesen hervorzubringen.
genau umgekehrt und atomgetriebene u-boote bezeichnet man u-schiffe
http://de.wikipedia.org/wiki/Akula-Klasse
Fast schon prophetisch:
http://de.rian.ru/analysis/... 48285.html
Die ungewöhnlich vielen Zivilisten(Angestellte der Werft) auf dem Boot zu diesem Zeitpunkt deuten auf ungewöhnliche Probleme mit diesem Boot hin. Wie auch immer: Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, das Indien seinen Soldaten zumuten will, auf diesem Schiff Dienst zu tun. Mittelfristig wird Russland seine Exportnische im Bereich komplexer Waffen zu günstigen Preisen wohl an China und Indien verlieren. Der Maschinenpark und das Fachpersonal ist völlig überaltert. Dann bleibt Russland nur noch der Rohstoffexport.
sind darauf zurückzuführen, dass Seeerprobungsfahrten unternommen wurden. Das U-Boot selbst ist neu.
Im übrigen bietet Russland im Bereich Marinerüstung Dinge an, die es wo anders einfach nicht gibt, etwa den Hyperkavitationstorpedo Schkwal oder eine Reihe von Lenkwaffen (z.B. Club).
Was offenkundig passiert ist (und was nicht hätte passieren dürfen) ist, dass die Brandunterdrückungsanlage (automatisch? manuell?) ausgelöst wurde. Blöderweise erstickt man damit nicht nur Feuer....
Daraus lässt sich aber nicht das alte Bild verrottender alter U-Boote fortsetzen. Auch wenns ins Weltbild passen sollte.
Der meinte, das die Anzahl der Techniker für diese Phase der Test seiner Meinung nach eigentlich ungewöhnlich sei.
"Russland bietet ... Dinge an, die es wo anders einfach nicht gibt". So wie Wasserstoffperoxid für Torpedo-Antriebe, was vermutlich zum Untergang der Kurk führte.
Zum Schkwal: Man hört, das die Diehl-Entwicklung überlegen ist: http://www.diehl-bgt-defence.de/index.php?id=550
Und wohl jeder russische Ubootfahrer würde wohl gerne Dienst auf einem Klasse 212 A - Uboot verrichten. Andererseits sind viele Waffenentwicklungen tatsächlich nicht übel: S-300 usw. Allerdings wird Russland gegenüber zB China absehbar an Boden verlieren, sehen sie sich mal rus. und chin. Ingenieursnachwuchs an.
Die russische Armee bekam in der Regel die Mengen, die die Generalität brauchte; nicht wie in den USA, in denen die Haushaltspolitiker die bestellzahlen und manchmal ganze Projekte zusammenstrichen.
Zum anderen nutzten die Russen oft vorhandene Systeme, um neue zu entwickeln. Seien es die Nachtziel- und Beobachtungsmittel, die Sekundärwaffen oder die Pumpen- und Filteranlagen der Motoranlage des T-72-Panzers, die man schon vom T-55 kannte; oder die Zelle des Jagdbombers Su-17/20/22, die man von der alten Su-7 aus den fünfziger Jahren übernahm.
So ließen sich Betriebskosten sehr günstig gestalten.
Aber das könnte sich ändern, da mittlerweile auch andere Staaten High-tech günstig anbieten, z.B. Schweden mit seiner JAS-39 Gripen.
Der Russlandhass treibt ja perverse Blueten. Dieser Unfall war "während der letzten Testphase vor der geplanten Inbetriebnahme" passiert, als 208 Personen (statt einer Besatzung von 73 Mann) an Bord waren.
UNFALL BEI TEST.
Das U-Boot war zudem (laut rus. Medienangaben) fuer das INDISCHE Militaer bestimmt, und nicht fuer das russische. Somit ist es kein "Unfall beim russischen Militaer", sondern Betriebsunfall bei einem Test eines indischen U-Boots.
Aus dem Artikel kann man es eh "zwischen den Zeilen" rauslesen, aber die Akzente werden ja wiedermal nach den kreischenden Mob gesetzt...
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