Rapid schießt sich für Derby ein

8. November 2008, 20:32
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5:1 gegen Altach höchster Heimsieg der Saison: Jelavic triftt drei, Maierhofer zwei Mal für die Hütteldorfer

Wien - Rapid lässt Salzburg nicht weglaufen. Die Hütteldorfer feierten am Samstagabend in der 16. Bundesliga-Runde den von Präsident Rudolf Edlinger und Trainer Peter Pacult geforderten Heimsieg über Tabellenschlusslicht SCR Altach, der mit 5:1-(2:0) auch noch recht deutlich ausfiel. Der Meister verkürzte damit den Rückstand auf den Tabellenführer auf drei Punkte.

Matchwinner für die Grün-Weißen war vor 16.900 Zuschauern Nikica Jelavic, der erneut den Vorzug gegenüber dem formschwachen Erwin Hoffer erhalten hatte. Eine gute Entscheidung, jedenfalls aus Rapid-Sicht. Nachdem der 23-jährige Kroate am Dienstag beim 3:3 in Kärnten sein erstes Liga-Tor erzielt hatte, traf er gegen die Vorarlberger gleich drei Mal (8.,15.,66.). Die restlichen Treffer steuerte Stefan Maierhofer (54.,82.) bei. Ailton gelang aus einem Foulelfer der Ehrentreffer für Altach (59.).

Die erste Großchance im Match hatten aber die Gäste nach nur 15 Sekunden: Nach einem Fehler des zum Außenverteidiger umfunktionierten Ketelaer, der erstmals von Beginn an zum Einsatz kam, stürmte Mattle alleine auf Torhüter Andreas Lukse zu, der aber an seinem 21. Geburtstag aus dem Spiel nicht zu bezwingen war.

Danach übernahm Rapid aber ganz klar das Kommando: Zunächst wehrte Andreas Michl einen Kopfball von Patocka nach einer Freistoß-Flanke von Ketelaer kurz ab, ein anschließender Schuss von Jelavic landete leicht abgefälscht an der Stange (6.).

In Minute acht war Michl dann erstmals geschlagen: Kavlak spielte zu Hofmann, der ideal weiter zu Maierhofer, dessen Schuss der Altach-Keeper zunächst abwehrte, doch dann fand der Ball seinen Weg zu Jelavic, der auf 1:0 stellte. Das 2:0 leitete Michl selbst mit einem schweren Schnitzer nach einem Rückpass von Mimm ein. Maierhofer nahm das Gastgeschenk an, passte zu Kavlak, der ideal auf Jelavic flankte.

Damit war das Spiel nach nur 15 Minuten entschieden. Rapid kontrollierte in der Folge das Match zwar klar, agierte aber vorerst zu ideenlos. So dauerte es bis zur 42. Minute bis zur nächsten Möglichkeit der Hausherren, doch Jelavic verpasste den lupenreinen Hattrick um Zentimeter, als er nach einem Hofmann-Corner erneut an der Stange scheiterte.

Nach dem Wechsel nutzte Rapid gleich die erste Chance zum 3:0: Maierhofer mit dem Kopf zur Stelle (54.). Wenig später beging Patocka ein unnötiges Foul an Mimm, Ailton verwandelte den Elfer eiskalt zu seinem vierten Treffer im achten Match im Altach-Dress (59.).

Jelavic stellte aber den Drei-Tore-Vorsprung mit seinem dritten Tor des Abends wieder her: Nach perfektem Pass von Hofmann stürmte der Kroate auf und davon, verlud Stückler und traf ins lange Eck. Den Schlusspunkt setzte Maierhofer abermals per Kopf (82.), es war bereits das zwölfte Saisontor für den 2,02 m großen Angreifer. (red/APA)

Rapid Wien - SCR Altach 5:1 (2:0). Hanappi-Stadion, 16.900 Zuschauer, SR
Manfred Krassnitzer.

Torfolge: 1:0 ( 8.) Jelavic, 2:0 (15.) Jelavic, 3:0 (54.) Maierhofer, 3:1 (59.) Ailton (Foulelfer)
4:1 (66.) Jelavic, 5:1 (82.) Maierhofer

Rapid: Lukse - Dober, Tokic, Patocka (58. Eder), Ketelaer - Hofmann, Heikkinen, Boskovic, Kavlak (76. Drazan) - Jelavic (79. Hoffer), Maierhofer

Altach: Michl - Mimm, D. Sereinig (62. Pircher), Stückler, Kling - Karatay, Guem, Ze Elias, Schoppitsch (64. Jagne) - Ailton, Mattle (70. Ademi)

Gelbe Karten: Keine bzw. Ze Elias, Schoppitsch, Stückler

 

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    Nikica Jelavic freut sich auf Nachwuchs und über drei Goals gegen Altach. Dem Rapid-Legionär scheint der Knopf aufgegangen.

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