"Dead Space": Völlig losgelöst auf das Geisterschiff

    8. November 2008, 15:14
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    Der Third-Person-Shooter mit einer Mischung aus Horror und Sciencefiction weckt Assoziationen mit "Alien" und "Major Tom"

    Den jungen Menschen sagt ja "Schilling" nicht mehr so viel. Nicht nur die Währung ist von dem Entschwinden aus dem kollektiven Gedächtnis betroffen, sondern vor allem der Herr namens Peter, der 1983 mit dem qualitativ hochstehenden Song "Major Tom" reüssiert hat. Spielt man Dead Space (Electronic Arts, für Xbox 360 und Playstation 3, ab 18 Jahre, ab 60 Euro), schwappt die Erinnerung an das Lied wieder hoch. Denn völlig losgelöst kann man dort völlig schwerelos sein.

    Horror und Sciencefiction

    Der Third-Person-Shooter mit einer Mischung aus Horror und Sciencefiction weckt noch eine andere Assoziation, die an "Alien". Obwohl: Geschichten, wie außerirdische Monster an Bord eines Raumschiffes kommen, sind zugegebenermaßen schwer anders zu erzählen. Die Story entwickelt sich im Laufe des Spiels dann immer besser. Und steht ohnehin nicht im Mittelpunkt. Sondern das verzweifelte Bemühen als Isaac Clarke den angreifenden Mutanten die Gliedmaßen abzuschießen - das bietet den schnellsten und sichersten Weg zum Sieg.

    Blutig, morbid und dunkel

    Was natürlich dazu führt, dass das Spiel recht blutig ist, was sich aber mit der morbiden und dunklen Atmosphäre auf dem zu erforschenden Geisterschiff zu einem stimmigen Gesamterlebnis vermischt. Wie dann eben auch Details wie die Schwerelosigkeit in bestimmten Kammern oder bei Außeneinsätzen. Man kann abspringen und landet dann kopfunten an der Decke, oder geht senkrechte Wände hoch. Ist man im luftleeren Raum, droht auch der Sauerstoffvorrat auszugehen. Selbst Konzepte wie Zeitverlang- samung und Telekinese sind in sich stimmig. Dass man teils wirklich nervös mit der Waffe im Anschlag um Ecken springt oder nur langsam vorrückt, wird schließlich auch durch die exzellenten Soundeffekte und Musik erreicht. Und dabei ist "Major Tom" gar nicht zu hören.

    Angespielt

    Fable II bietet eine echte Wahl. Wird man durch Diebstahl und Mord oder Hilfe für die Schwachen reich? Das eigene Aussehen wird so ebenso beeinflusst wie das Verhalten der Mitfiguren in der Fantasy-Welt. Die langen Ladezeiten sind aber ärgerlich. (Microsoft, für Xbox 360, ab 16, ab 60 Euro)

    Endwar Den Brennerpass im 3. Weltkrieg zu verteidigen weckt in dem Real-Time-Taktikspiel patriotische Gefühle. Das Schere-Stein-Papier Spielprinzip (je eine Einheit schlägt eine andere) ist rasch begriffen. Die Sprachsteuerung dafür weniger. (Ubisoft, für Xbox 360 und PS 3, ab 16, ab 70 Euro).(Michael Möseneder/DER STANDARD, Printausgabe vom 8.11.2008)

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      screenshot: ea
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