Stimmen: "Tore aus dem Nichts"

8. November 2008, 20:51
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RIED - LASKPaul

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Ich war im Vorfeld etwas verunsichert, wegen der drei Spieler (Hackmair, Kujabi, Hadzic, Anm.) die teils über Monate nicht von Beginn an gespielt haben. Wir haben heute auf vier Beine, nämlich Begeisterung, Arbeit, Konsequenz und auch Glück gebaut. Anfangs waren wir glücklich. Wenn es nach dem Lattenschuss 0:1 steht, bin ich mir nicht sicher, ob wir so locker weiterspielen hätten können."

Florian Mader (Ried-Torschütze): "Wir sind schlecht gestartet, haben dann aber den Elfer verwertet. Das ist uns sehr entgegengekommen und wir haben den LASK nicht mehr zu Chancen kommen lassen."

Klaus Lindenberger (LASK-Trainer): "Wir haben ganz gut angefangen, aber dann haben wir zwei Tore aus dem Nichts bekommen. Vom Defensivverhalten war es nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir hätten mehr Zweikämpfe gewinnen müssen, so kann man kein Spiel gewinnen. Wir haben jetzt auch kein Selbstvertrauen, das ist logisch. Wir müssen jetzt weiterarbeiten. Es sind halt einige Spieler nicht in der Verfassung, wie wir uns das wünschen."

Michael Baur (LASK-Verteidiger): "Die ersten zehn Minuten haben wir super begonnen, dann kam der Elfmeter. Ich weiß nicht, was in den Köpfen vorgeht. Wir spielen keine Chancen heraus, sind hinten offen. Das 0:3 geht in Ordnung. Ein tor kann man immer kriegen, aber bei uns ist es so, dass dann gar nichts mehr geht. Das ist unerklärlich."

RAPID - ALTACH

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Im Vorfeld wurde schon über die Höhe des Sieges gesprochen, aber man muss einem Gegner erst ein Tor machen. Aber wie die Mannschaft den auch von mir geforderten Heimsieg heute geschafft hat, das war bravourös. Nach den vergangenen Wochen können wir jetzt gestärkt nach Favoriten zum Derby gegen die Austria fahren. Jelavic ist in dieser Form eine Konkurrenz für die anderen beiden Stürmer."

Nikica Jelavic (dreifacher Rapid-Torschütze): "Ich bin noch kein neuer Superstar, aber drei Tore sind natürlich super.  Meine Tore widme ich meinem zukünftigen Sohn oder meiner zukünftigen Tochter, meine Frau ist nämlich im dritten Monat schwanger."

Stefan Maierhofer (zweifacher Rapid-Torschütze) zu seinem Duell mit Salzburg-Stürmer Marc Janko in der Torschützenliste und über Jelavic: "Für jedes Tor, das Marc schießt, kriegt er einen Schlecker von mir. Ich lasse mich überraschen, was er mir schenkt. Nikica hat schon im Training unheimliche Qualitäten bewiesen. Er ist ein wahnsinnig guter Fußballer."

Urs Schönenberger (Altach-Trainer): "Wir hätten die erste Chance zum 1:0 nützen müssen, dann wäre das Spiel anders gelaufen. Wir sind wieder dafür bestraft worden, dass wir einen hundertprozentige Chance ausgelassen haben. Dann haben wir durch einen Eigenfehler ein Tor bekommen, wodurch es Rapid in der Folge sehr einfach hatte und uns zeitweise sogar vorgeführt hat."

STURM - KAPFENBERG

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir haben zahlreiche Chancen nicht genutzt und sind dadurch selbst in Schwierigkeiten gekommen. Kapfenberg war defensiv sehr organisiert und ist gut gestanden. Ich bin mit dem 2:0 zufrieden, die Mannschaft hat die Gedult nicht verloren. Der Elfmeter war die einzige Chance der Kapfenberger und der ist durch einen Eigenfehler von uns entstanden."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Die Schlüsselszene war der vergebene Elfmeter. Wir müssen mit unseren Möglichkeiten spielen, man muss realistisch bleiben. Wir müssen unsere Situationen nutzen, das wäre heute der Elfmeter gewesen. Aber man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hätte sich ein Unentschieden verdient. Es tut gut, wenn man nicht abgeschlachtet worden ist, wie viele Experten gemeint haben. Ich hätte es gerne gesehen, wenn wir den Elfmeter verwandelt hätten."

MATTERSBURG - KÄRNTEN

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Ich kann der Mannschaft trotz der verlorenen Punkte keinen Vorwurf machen. Wir haben versucht, nach vorne zu spielen, die herausgearbeiteten Chancen aber nicht genützt. Da fehlt uns momentan auch das Quäntchen Glück, aber solche Dinger muss man machen."

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Ich freue mich, dass wir auch nach dem schweren Rapid-Spiel ungeschlagen geblieben sind. Aber mit der Chancenauswertung meiner Mannschaft kann ich nicht zufrieden sein. Vielleicht hat uns da auch die Frische gefehlt. Dass wir die wenigsten Tore der Liga kassiert haben ist toll, aber nicht überraschend für mich. Denn wir haben einen super Tormann und eine tolle Abwehr."

SALZBURG - AUSTRIA

Co Adriaanse (Salzburg-Trainer): "Von so einem Ergebnis und so einem Spiel kann man nur träumen. Janko spielt in Österreich und ich hoffe, dass er noch lange in Salzburg bleibt. Er ist ein super Torschütze, die Tore waren allesamt nicht einfach, er hat sehr schnell gehandelt. Wir wollen natürlich sehr gerne an der Tabellenspitze bleiben. Aber es ist schwieriger, dort zu bleiben als dorthin zu kommen."

Marc Janko (Salzburg-Goalgetter): "Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Die Mannschaft arbeitet super und davon profitiere ich. Ich muss das Kompliment an die Mannschaft weitergeben. Es läuft sehr gut und ich hoffe, dass es so weiter geht. Vor der Saison waren 15 Tore mein Ziel, jetzt muss ich mir neue Ziele stecken. Natürlich will ich den Salzburger Torrekord von Oliver Bierhoff brechen (23 Treffer in Saison 1990/91, Anm.)."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Wir sind praktisch mit einem 0:2 gestartet, das hat natürlich unser taktisches Konzept über den Haufen geworfen. Salzburg hätte heute eigentlich nur andauernd flanken müssen, dann hätten sie wahrscheinlich noch mehr Tore geschossen. Das Verhalten bei den Strafraumsituationen war besonders schlimm. Durch das 1:3 hatten wir eine kleine Hoffnung, dass wir es doch noch schaffen können. Aber nach dem vierten Gegentor haben die Spieler den Glauben endgültig verloren, da ist das Selbstvertrauen komplett in den Keller gegangen." (APA)

 

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