Gewaltsame Proteste in der Provinz Gansu

18. November 2008, 15:22
posten

Rund 1000 Menschen greifen Regierungsbüro an - Die Polizei griff hart durch - Streit um Grundbesitz

Peking - Bei gewaltsamen Protesten wegen eines Streits um Grundbesitz haben in Longnan in der chinesischen Provinz Gansu nach rund 1000 Menschen ein Regierungsbüro angegriffen. Sie plünderten Büros und schlugen Fenster ein. Den ursprünglich etwa 30 Betroffenen, die Entschädigung für den Verlust von Häusern und Landbesitz verlangten, schlossen sich Hunderte Menschen an. Die Polizei griff hart durch.

Nach mehreren erfolglosen Vermittlungsversuchen versuchte die Polizei den Angaben zufolge, die Menge zu zerstreuen. Daraufhin seien die Sicherheitskräfte mit Steinen, Blumentöpfen und Ziegeln beworfen und mit Eisenstangen, Äxten und Hacken angegriffen worden. Später seien Randalierer auf das Regierungsgelände vorgedrungen und hätten dort in zwei Gebäuden Fenster eingeschlagen und Büros geplündert. Vor den Gebäuden seien Autos und Motorräder in Brand gesetzt worden. Die Polizei habe schließlich hart durchgegriffen und die Situation "im Wesentlichen unter Kontrolle" gebracht, hieß es ohne nähere Einzelheiten.

In China gibt es jedes Jahr Tausende Protestaktionen, bei denen es oft um Landrechte geht. In den vergangenen Monaten ist es dabei wiederholt zu schweren Unruhen gekommen. (APA/ag.)

Share if you care.