Grünflächen erhöhen Lebenserwartung armer Leute

8. November 2008, 11:24
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Einkommensmäßige Ungleichheiten und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit lassen sich in der Stadtplanung zum Teil ausgleichen

London - Reiche leben länger als Arme, doch in Städten mit reichlich Grünflächen und Bäumen ist der Unterschied deutlich geringer, wie eine Studie ergab, die in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" erscheint. Die Wissenschafter analysierten Sterbedaten und Einkommensverhältnisse von 366.000 Menschen, die zwischen 2000 und 2005 noch nicht das Pensionsalter erreicht hatten. Diese Informationen glichen sie dann mit den Wohnorten der Menschen ab.

In den am wenigsten begrünten Gebieten war der Unterschied bei der Sterberate reicher und armer Menschen fast zweimal so groß wie in Gegenden, in denen es viel Raum für Freizeitaktivität gab. Die Lücke klaffte überdies umso größer, wenn nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache berücksichtigt wurden.

Einer der Autoren der Studie, Richard Mitchell von der Universität Glasgow, forderte Stadtplaner auf, die Ergebnisse der Forschungsarbeiten bei ihren Projekten zu berücksichtigen. "Eine Umgebung, die die Gesundheit fördert, kann offenbar ausschlaggebend im Kampf gegen Ungleichheit im Gesundheitsbereich sein", heißt es in der Studie. (APA)

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    Begrünte Städte gleichen Unterschiede bei der Sterberate reicher und armer Menschen zum Teil aus.

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