So: Duell um Nummer eins in OÖ

7. November 2008, 15:29
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SV Ried und LASK streiten um Vorherrschaft in Oberösterreich - Rieder zu Hause noch ungeschlagen - Gludovatz: "Sind nach wie vor die Kleinen" - Vastic wieder dabei

Ried - Es geht wieder einmal um die Vorherrschaft in Oberösterreich. Die Tabellensituation in der Fußball-Bundesliga trägt ihr Übriges dazu bei, um dem Derby am Sonntag (15.30 Uhr/live ORF1 und Premiere) seine besondere Note zu verleihen. Sowohl für die SV Ried als auch für den LASK geht es im vermutlich erstmals in dieser Saison ausverkauften Fill-Metallbau-Stadion darum, Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu halten.

Die Statistik spricht klar für die Rieder, sind sie in dieser Saison doch zu Hause noch unbesiegt. Dennoch will sich Trainer Paul Gludovatz die Favoritenrolle von den Linzern nicht zuschieben lassen. "Wir sind nach wie vor die Kleinen", betonte der ehemalige ÖFB-Nachwuchscoach, zeigte sich mit den jüngsten Leistungen seiner Mannschaft aber zufrieden. Nur eines ihrer vergangenen neun Pflichtspiele haben die Innviertler verloren.

"Wir spielen im Moment sehr viele unserer Qualitäten aus", sagte Gludovatz, ortete bei den meisten seiner Spielern allerdings noch zehn Prozent Verbesserungspotenzial. "Zehn Prozent sind sicher noch drinnen - vor allem im technischen und im taktischen Bereich." Psychophysisch sei seine Mannschaft dagegen sehr stark - muss sie auch sein, will sie die kommenden Runden gegen die Liga-Topteams Salzburg, Sturm und Austria überstehen.

Davor wartet aber der LASK, gegen den Gludovatz auf den gesperrten Stefan Lexa verzichten muss. An seiner Stelle könnte Peter Hackmair ein Comeback geben, aber auch der leicht erkrankte Denis Berger vom linken ins rechte Mittelfeld rücken. Entscheidend werde der Wille sein. "Wir sind immer stark, wenn wir emotionalisiert sind", erklärte Gludovatz, der sich selbst nicht gerne als "Trainerfuchs" bezeichnet weiß. "Das Spiel wird nicht von irgendeiner Taktik entschieden, sondern davon, wer mehr will."

Dem LASK fehlt zwar Ex-Teamspieler Markus Weissenberger wegen eines Mittelfußknochenbruchs, dafür kehrt aber der zuletzt gesperrte Ivica Vastic ins Team zurück. Neo-Trainer Klaus Lindenberger hatte mit seinem zuletzt formschwachen Kapitän am Donnerstag ein ausführliches Gespräch geführt. "Ivo ist ein Klassespieler, aber vielleicht erwartet man zu viel von ihm", meinte Lindenberger. "Er setzt sich selbst sehr stark unter Druck."

Das ist allerdings auch der LASK. Vier Niederlagen in Folge, 1:11 Tore - die Linzer nur noch Mittelmaß. Dennoch will Lindenberger in seinem Debüt auf der Trainerbank in Salzburg (0:2) auch positive Dinge gesehen haben. "Man kann aus jeder Situation etwas mitnehmen, auch aus dieser", betonte der Coach, der sich in Ried in erster Linie ein gutes Spiel und erst in zweiter Linie auch ein Resultat erwartet. "Natürlich wollen wir Punkte mitnehmen. Aber wir wollen auch das umsetzen, was wir uns vornehmen", sagte Lindenberger.
(APA)

SV Josko Ried - LASK Linz (Fill-Metallbau-Stadion, Sonntag, 15.30 Uhr/live
ORF1 und Premiere, SR Meßner). Ergebnisse 2007/08: 0:1 (a), 3:0 (h),
0:1 (a), 1:1 (h). Bisheriges Saisonergebnis: 1:2 (a).

Ried: Gebauer - Brenner, Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Hackmair, Mader, Drechsel, Ulmer, Kujabi - Nacho/Salihi

Ersatz: Auer - Kovacevic, D. Hofer, Bammer, Hadzic, Toth

Es fehlt: Lexa (gesperrt)

Fraglich: D. Berger (Viruserkrankung)

LASK: Cavlina - Hart, Baur, Hoheneder, Wisio - Klein, Salmutter, Prager, Saurer - Vastic, Mayrleb

Ersatz: Zaglmair - Gansterer, Schreiner, Piermayr, Pichler, Rasswalder, Mijatovic

Es fehlen: Weissenberger (Mittelfußknochenbruch), Panis, Wendel (beide rekonvaleszent)

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