"Verrückte Ameisen" im Vormarsch

1. März 2003, 11:00
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Australische Wissenschafter warnen vor neuer Plage

Sydney - Australische Wissenschafter warnen vor einer neuen Plage sogenannter "verrückter Ameisen" auf dem Festland. Allein im Norden seien bereits in 63 Gebieten Massenkolonien dieser "Killerameisen" entdeckt worden, sagten Vertreter des australischen Forschungsinstituts CSIRO am Freitag. Die rund ein Zentimeter lange Anoplolepis gracilipes wird wegen ihrer frenetischen Bewegungen "verrückte Ameise" genannt. Mit ihrem Gift bringt sie andere Tiere zum Erblinden. Ohne sofortige Maßnahmen sei ihr Vormarsch kaum noch zu stoppen, warnen die Forscher.

Auf der Weihnachtsinsel im Pazifik, wo sie sich in den vergangenen Jahren explosionsartig vermehrt hatten, haben die Killerameisen innerhalb von 18 Monaten drei Millionen der dort lebenden Krabben getötet. Sie gefährden die gesamte Krabben-Population und damit auch das Ökosystem des Inselwalds.

Erst nach einer fünfjährigen Giftkampagne gelang es dem australischen Umweltministerium, die Plage auf der Insel unter Kontrolle zu bringen, wie Minister David Kemp am Freitag verkündete. Die Ameisen sollen vor mehr als 50 Jahren von afrikanischen Händlern auf der Insel eingeschleppt worden sein. (APA)

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    Anoplolepis gracilipes

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