UPC nimmt Abschreibungen über 1,5 Millarden Euro vor

28. Februar 2003, 13:18
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Kabelnetzbetreiber will Verbindlichkeiten umwandeln

Die Pan-Europe Communications NV (UPC), Amsterdam, nimmt Abschreibungen auf Vermögenswerte im Volumen von 1,5 Milliarden Euro vor. Möglicherweise würden weitere Abschreibungen erforderlich, teilte der niederländische Kabelnetzbetreiber am Freitag mit. Die Abschreibungen würden in der Bilanz 2002 berücksichtigt. Sie waren das Ergebnis eine Überprüfung der Wertminderung der UPC-Beteiligung, wie es die Bilanzierungsrichtlinien inzwischen vorschrieben.

Drum prüfe...

Vor der Veröffentlichung der Zahlen für 2002 werde ein weitere solche Überprüfung durchgeführt, teilte UPC mit. Jegliche Belastungen würden in die Bilanz 2002 einfließen.

Wie UPC weiter mitteilte, hat sie ihre Tochter Cable Network Zuid - Oost Brabant Holding BV an die First International Bank of Israel verkauft. Im Gegenzug werde ihr Kredit bei der Bank gelöscht. Der Kabelnetzbetreiber arbeitet derzeit an der Umschuldung seiner Verbindlichkeiten. Dabei wird versucht, einen Großteil der ausstehenden Anleihen in neue Aktien umzuwandeln.

Negativ

Nach Berücksichtigung der angekündigten Abschreibungen werde die Gesellschaft möglicherweise ein negatives Aktienkapital ausweisen, hieß es aus Kreisen. Ende des ersten Halbjahrs 2002 belief sich das Kapital auf 528 Millionen Euro. Die Euronext Amsterdam nimmt Unternehmen mit negativem Aktienkapital in die so genannte "Penalty Bench" auf. Die Liste gilt Investoren als Hinweis dafür, dass die genannten Gesellschaften große finanzielle Schwierigkeiten haben. (APA)

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