Siemens bündelt weltweite E-Government-Kompetenz in Wien

28. Februar 2003, 12:54
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Schwerpunkt Lösungen für EU-Beitrittskandidaten

Bei Siemens Business Services in Wien wird ein weltweites Kompetenzzentrum für E-Government angesiedelt. Es soll die Erfahrung des Unternehmens im Bereich E-Government bündeln und das Know-how für Projekte auf der ganzen Welt zur Verfügung stellen. Aktuell werden die Anforderungen der EU-Beitrittskandidaten erhoben und ein EU-Angebot für E-Government erarbeitet, gibt Siemens Österreich am Freitag bekannt.

Umsatz

International erziele Siemens Business Services mit E-Government einen Umsatz von 440 Millionen Euro. Etwa 50 Prozent davon werden in den fünf Ländern Deutschland, Belgien, Österreich, Italien und Großbritannien erzielt, der Rest des Umsatzes stammt aus über 15 weiteren, zumeist europäischen Staaten. Damit sei Siemens Business Services der E-Government-Anbieter Nummer eins in Europa.

Zusammenhang

"E-Government ist kein rein österreichisches Thema, sondern muss in einem europäischen Zusammenhang gesehen werden. Einige der unmittelbarsten Aufgabenstellungen, die sich durch die bevorstehende EU-Erweiterung ergeben werden, sind durch E-Government zu lösen", so Franz Geiger, Vorstandsmitglied der Siemens AG Österreich. "Durch unsere Geschäftsverantwortung für Südosteuropa haben wir die europäische Integration bereits vorweggenommen."

Ausschlaggebend für die Ansiedelung des Kompetenzzentrums für E-Government in Österreich seien die Erfahrungen bei Projekten im öffentlichen Bereich sowie die Erfahrung aus der Geschäftsverantwortung für Südosteuropa gewesen. Siemens Business Services Österreich verantwortet im IT-Dienstleistungsgeschäft den Geschäftsaufbau in der Slowakei, in Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Albanien sowie für die Union Serbien und Montenegro.

Investitionen

Siemens Österreich habe früh die Entscheidung getroffen, in den Wirtschaftsraum Südosteuropa zu investieren. Im November 1994 übernahm die Siemens AG Österreich die Geschäftsverantwortung für die Slowakei, Slowenien und Kroatien, im März 1996 folgte Bosnien-Herzegowina und 1999 die damalige Bundesrepublik Jugoslawien, heute die Union Serbien-Montenegro. Seit März 2002 ist auch Rumänien Teil dieses Wirtschaftsraumes. (APA)

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