Euroraum schießt über EZB-Ziel hinaus

28. Februar 2003, 12:50
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Eurostat rechnet mit für Februar mit einer jährlichen Teuerungs-Rate von 2,3 Prozent

Luxemburg - Die am HVPI gemessene jährliche Teuerungssrate in der Eurozone hat sich im Februar nach der so genannten Vorausschätzung des europäischen Statistikamts Eurostat auf 2,3 Prozent belaufen. Einer Mitteilung der Behörde vom Freitag zufolge waren die harmonisierten Verbraucherpreise im gemeinsamen Währungsgebiet im Jänner um 2,2 Prozent auf Jahressicht gestiegen.

Damit dürfte sich die Teuerung im Februar ungünstiger entwickelt haben als von Volkswirten erwartet, die im Vorfeld im Mittel ihrer Prognosen mit einer gegenüber dem Vormonat unveränderten Jahresrate von 2,2 Prozent gerechnet hatten. Allerdings waren auch für den Jänner nur 2,1 statt der tatsächlichen 2,2 Prozent erwartet worden.

Sollte sich die Vorausschätzung der Statistiker für Februar bestätigen, läge die Inflation im Euroraum weiterhin über dem Preisstabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) einer Teuerung von unter zwei Prozent auf Jahresicht. Allerdings gehen die meisten Volkswirte wie auch die EZB selbst davon aus, dass die Teuerung im Jahresverlauf wieder unter die Marke von zwei Prozent fallen wird. Grund hierfür ist die anhaltend schwache Konjunktur und die damit verbundene Unterauslastung der volkswirtschaftlichen Kapazitäten. (APA/vwd)

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