Kröten beginnen wieder zu wandern

28. Februar 2003, 13:00
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Teichmolch, Bergmolch, Springfrosch und Moorfrosch sind wieder unterwegs zu ihren Laichgewässern

Wien - Ab Ende Februar machen sich Amphibien wieder auf den Weg zu ihren Laichgewässern, um dort für Nachwuchs zu sorgen. Je nach Wetterlage sind die Tiere bei frostfreiem Boden, Abendtemperaturen von plus fünf Grad und Regen auf Wanderung, hieß es heute, Freitag, in einer Aussendung des Naturschutzbundes. In dieser Zeit werden pro Tag aber mehr als 100.000 Tiere überfahren.

Teichmolch, Bergmolch, Springfrosch und Moorfrosch gehören laut der Aussendung zu den Wanderern. Müssen sie auf ihrem Weg Straßen überqueren, kommen viele unter die Räder.

Schutzzäune in ganz Österreich

Mitarbeiter des Naturschutzbundes stellen im Frühjahr in ganz Österreich Schutzzäune auf, hieß es. Würden sich die freiwilligen Helfer nicht Nacht für Nacht für die Rettung der Kröten, Frösche und Molche vor dem Straßentod einsetzen, wären viele Bestände bereits stark dezimiert oder gar ausgerottet. An die Autofahrer appellierten die Tierschützer, die zeitlich beschränkten Tempolimits einzuhalten, um weder die Amphibien, noch die Menschen am Straßenrand zu gefährden.

Die Zunahme des Autoverkehrs, der expandierende Straßenbau und das Verschwinden der Lebensräume an Land und im Wasser seien hauptverantwortlich für den Rückgang der Krötenpopulationen, hieß es. Bei geeigneten Schutzmaßnahmen müsste nicht ein einziges Tier auf den Straßen sterben. (APA)

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