NATO fordert Festnahme von Mladic und zwei Offizieren

28. Februar 2003, 12:44
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Klage Jugoslawiens gegen acht NATO-Staaten vor Internationalem Gerichtshof Hindernis für Partnerschaft

Belgrad - Der neue Staatenbund Serbien-Montenegro wird vor der Aufnahme in die NATO-´Partnerschaft einige ganz konkrete Forderungen der Allianz erfüllen müssen. Unter Berufung auf die NATO-Kreise meldeten die Belgrader Medien, dass von Belgrad die Festnahme dreier wegen Kriegsverbrechen angeklagter Offiziere gefordert wird. Es geht um den einstigen bosnisch-serbischen Militärführer Ratko Mladic und die zwei jugoslawischen Offiziere, Veselin Stljivancanin und Miroslav Radic, die wegen Kriegsverbrechen in der ostkroatischen Stadt Vukovar angeklagt worden waren.

Ein weiteres Hindernis für die Festigung der Beziehungen mit der NATO-Allianz sei auch die Klage der früheren jugoslawischen Behörden gegen acht NATO-Staaten, meldete der Belgrader Sender "B-92". Sie waren vom Milosevic-Regime nach den NATO-Luftangriffen im Jahre 1999 vor dem Internationalen Gerichtshof des Völkermordes angeklagt worden. Will sich Belgrad der NATO-Friedenspartnerschaft anschließen, wird diese Klage rückgängig gemacht werden müssen.

Ein Prozess gegen die Führer der acht NATO-Staaten war im Spätsommer 2000 auch vor einem Belgrader Gericht geführt worden. Von den neuen Behörden war das Urteil später außer Kraft gesetzt worden. (APA)

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