60 Festnahmen bei Opernball-Demo

28. Februar 2003, 12:06
posten

Zu Zwischenfällen kam es nicht bei der Demonstration sondern in der Nacht, als einige Aktivisten randalierten

Wien - Etwa 700 bis 1000 Personen haben sich am Donnerstag Abend zu einer Demonstration anlässlich des Opernballs in Wien eingefunden. Die Teilnehmer des Protestmarsches vom Museumsplatz zur Kärntner Straße machten u.a. ihren Unmut gegen den drohenden Irak-Krieg kund.

Zu Zwischenfällen kam es erst in der Nacht, als einige Aktivisten randalierten und Feuer legten. Die Polizei hatte die Situation aber stets in Griff. 60 Personen wurden nach Sachbeschädigungen vorläufig festgenommen, so die Bilanz der Exekutive.

Passieren nur mit Genehmigung

Um einen ungestörten Ablauf des Opernballs zu gewährleisten, war rund um das Sangeshaus ein Platzverbot erlassen worden. Die Sperren konnten nur Ballbesucher und Befugte mit Genehmigung passieren. Der einzige Protest bei der Oper war vom Aktionskünstler poeter t.c. siegl initiiert worden. Kurz vor der Ankunft von Pamela Anderson sorgte Ina Werner, Double des US-Stars, für Verwirrung bei den Fotografen. Ein Transparent mit der Aufschrift "No War No Oil" wurde in die Höhe gehalten. Ein angekündigter Doppelgänger von Saddam Hussein tauchte nicht auf.

Zwei Verletzte

Angesichts von 1.400 Uniformierten beschränkten sich die Demo- Teilnehmer unterdessen auf Rufe und Pfiffe. Einige begannen allerdings, zum Teil volle Bierdosen, Betonbrocken, Knallkörper, Gläser, Eier sowie Farbbeutel zu werfen. Einige Gegenstände erreichten nicht ihr Ziel, sondern landeten in den Reihen der Protestierer. Zwei von ihnen wurden dabei verletzt, berichtete die Polizei. Seitens der Exekutive wurden vier Personen wegen diverser Blessuren behandelt. Wegen Landfriedensbruch, Sachbeschädigung oder Widerstand gegen die Staatsgewalt wurden schließlich 60 Personen festgenommen, von anderen die Daten aufgenommen. (APA)

Share if you care.