Holtzbrinck will bei Kauf der "Berliner Zeitung" 100 Jobs streichen

28. Februar 2003, 11:24
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"Berliner Zeitung" und "Tagesspiegel" sollen wirtschaftlich gemacht werden

Der Holtzbrinck-Verlag will im Fall einer Ministererlaubnis für den Kauf der "Berliner Zeitung" in der Hauptstadt 100 Stellen streichen. Damit sollten "Berliner Zeitung" und "Tagesspiegel" wirtschaftlich gemacht werden, sagte der stellvertretende Geschäftsführer der Verlagsgruppe, Michael Grabner, dem Nachrichtenmagazin "Focus". In den vergangenen Jahren machte Holtzbrinck mit dem "Tagesspiegel" demnach einen Verlust von 75 Mio. Euro.

"Wenn immer noch ein Stein in den Weg gelegt wird, ist Schluss"

Holtzbrinck hatte Mitte Jänner eine Ministererlaubnis für den Kauf der "Berliner Zeitung" beantragt, nachdem das Bundeskartellamt den Zusammenschluss untersagt hatte (etat.at berichtete). Sollte diese nicht erteilt werden, will der Verlag den "Tagesspiegel" gegebenenfalls einstellen: "Wenn unser Modell nicht akzeptiert wird, sind für die Eigentümerfamilie von Holtzbrinck die Möglichkeiten erschöpft", betonte Grabner. "Wenn immer noch ein Stein in den Weg gelegt wird, ist Schluss." (APA)

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