Mögliche Bildung von Leben

28. Februar 2003, 11:50
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NASA testete Einschläge im Eis und registrierte elektrische Entladungen - Jupiters Mond Europa ist ein Kandidat für außerirdisches Leben

London - Meteoriten-Einschläge erzeugen in gefrorenen Ozeanen und sonstigen Eisansammlungen laut Forschungen des NASA Ames Research Center in Kalifornien elektrische Entladungen und könnten so zur Bildung von Leben beitragen. Entdeckt haben Jerome Borucki und seine Mitarbeiter das Phänomen, als sie mit Aluminium-Geschoßen in einen Eisblock feuerten, meldet die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist".

Genau gesagt registrierten Sensoren im Eisblock während des simulierten Einschlages einen elektrischen Schock und wenige Augenblicke später eine Entladung. Die NASA-Forscher nehmen an, dass die Ströme durch Bewegungen von Protonen entstehen, während das Eis zerbricht.

Hoffnung genährt

Die Bedeutung von elektrischem Strom bei der Entstehung von Leben wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entdeckt. Damals versetzte Stanley Miller eine Mixtur aus Wasser, Methan und Ammoniak mit Stromstößen und erhielt prompt verschiedene Aminosäuren, die Bausteine von Proteinen und damit von Leben.

Die Experimente stärken Hoffnungen auf außerirdisches Leben. Methan und Ammonium werden beispielsweise auf dem Jupiter-Mond Europa vermutet, einer der "heißesten" Kandidaten für einen belebten Himmelskörper innerhalb unseres Sonnensystems. Weitere Labortests stehen bevor. (APA)

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    Auf der Suche nach außerirdischem Leben ist der Jupiter-Mond Europa hoch favorisiert (Galileo-Aufnahme der Oberfläche, 1997).

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